Sukhothai gilt als die Wiege des heutigen Thailand. Und als dessen Vater gilt der König Ramkhamhaeng (1275 – 1298). Geschickt formte dieser Herrscher aus den verschiedenen kulturellen Einflüssen ein einheitliches Gebilde, das er mit kriegerischen und diplomatischen Mitteln auf Kosten der Khmer erweiterte.
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König Ramkhamhaeng
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Es beruhte auf einer Ordnung, die von den mongolischen Herrschern abgeleitet war, auf einer Kultur, die aus der Assimilation mit den Khmer entstand und hatte im religiösen Bereich den singhalesischen Buddhismus als Grundlage, der von den Mon übernommen wurde. Um 1283 schuf Ramkhamhaeng das noch heute gebräuchliche Thai-Alphabet. Als älteste bekannte Inschrift in der Thai-Sprache gilt seine Regierungserklärung von 1292, die sich heute im Nationalmuseum Bangkok befindet. Sie erklärt den König zum Vater seiner Untertanen, zu deren Wohl er agieren soll. Freier Zugang zum König, freier Handel und Steuerfreiheit sowie eine milde Justiz machen diesen Staat zu einem für die damalige Zeit vergleichbar modernen Staatswesen. Schließlich gehörten zu seinem Einflussbereich: Phrae, Nan, Luang Prabang, Phitsanulok, Lom Sak, Vientiane, Suphanburi, Ratchaburi, Phetchaburi, Nakhon Si Tammarat, Tak, Mae Sot, Tenasserim, Tavoy, Martaban, Taungup und Pegu.
Gleichzeitig
bildeten sich weitere Thai-Fürstentümer mit lokalen Machtzentren
in Chiang Mai (durch den laotischen König Mangrai 1292 gegründet
als Hauptstadt des Königreiches Lan Na ("Land der Millionen
Felder")) und in Ayutthaya. Diesen beiden Reichen kam
entgegen, dass die Nachfolger Ramkhamhaengs sich weniger als
Kriegsherren betrachteten, sondern sich mehr der Religion und der
Wissenschaft zuwandten. Sukhothai hat ein so reiches Erbe an
Kunstwerken, architektonischen und kulturellen Errungenschaften
hinterlassen, dass diese Periode als die Blütezeit der Geschichte
Thailands angesehen wird. |
Ayutthaya nutzte die mangelhafte Wehrhaftigkeit von Sukhothai aus. Der Fürst U Thong übernahm das Königreich praktisch ohne Blutvergießen 1350, dessen König Lue Thai wurde zum Vasallen Ayutthayas. U Thong trat als erster König der Ayutthaya-Periode mit Namen Rama Thibodi ins Rampenlicht.
Das Sukhothai Reich
chronologisch:
1238 Siams Geschichte beginnt mit dem Reich Sukhothai als König Sri
Intraditya Sukhothai von den Khmer eroberte
1238 - 1257 1238 eroberte Inthrathit Sukhothai von den Khmer und gründete das Thai Königreich von Sukhothai. Seine Frau Königin Nang Suang gebar 5 Kinder davon 3 Söhne davon wurden zwei (Ban Muang, Ramkhanmaeng später selbst Könige
1239 - 1317 Lebzeit v. König Mengrai, Herrscher des Lan Na-Reichs
1253 Kublai Khan überfällt Nan Chao (in südl. China), weitere Völkerwanderung in Richtung Süden
1253 Gründung des Königreich Siam
1257 die letzten geschwächten Khmer werden aus Sukhotai vertrieben
1257 - 1279 König Ban Muang von Sukhothai- ältester Sohn von Inthrathi von (1238)
1259 - 1317 Regierungszeit v. Mengrai, Einigung der nördlichen Fürstentümer
1262 Gründung v. Königreich Lan Na u. Chiang Rai
1268 König Mengrai gründet Fang
1270 - 1279 Regierungszeit v. Ban Muang in Sukkhothai, noch ist Sukhotai eine lokale Größe
1275 entsandte König Mengrai seinen besten Spion, Ai Fa, nach Haripuncha, um eine Methode ausfindig zu machen, um die Stadt zu erobern.
Der König von Mae Sot erkannte im Jahr 1278 n.Chr. die eigentliche strategische Bedeutung Sukhothais mit seiner einzigartigen Lage an den alten Handelswegen zwischen Pagan und Angkor und griff Sukhothai mit einem weit überlegenen Heer an.
1279 Ramkamhaeng wird König
1281 Mengrai erobert Haripunchai
1282 China sandte eine Abordnung um einen Friedensvertrag mit Sukhotei auszuhandeln. Ramkamhaeng reiste selbst 2 mal nach China. Bei späterer Gelegenheit brachte er chinesische Handwerker mit heim, welche die Fertigkeiten der Sanghalok (Swankhalog)-Töpferei beherrschten. Diese wurde später auch exportiert und ist bis heute noch bekannt. Es gab auch Beziehungen zwischen S. und Ceylon auf religösem Gebiet und eine grosse Zahl Thais wurden Mönche auf Ceylon und brachten so die Richtung des Buddhismusses ins Land. Das Phra Buddhasihing Buddha Bildnis wurde von Ceylon übernommen
1283 Ramkamhaeng entwickelt die Schrift
1287 Ramkamhaeng schließt Bündnisse mit den Staaten Lan Na und Phayao
1289 Mengrei verleibt Lan Na Gebiete Burmas ein.
1292 Gründung von Chiang Mai
1294 Ramkamhaeng führt in Süden, nahe Phetchaburi, Krieg
1294 Ramkamhaeng reist nach China
1296 Ramkamhaeng verteidigte eine Stein-Inschrift, Zeuge vieler demokratischer Aspekte, heute im National Museum
1298 Ramkamhaeng stirbt
1298 - 1346 Regierungszeit von Lo Thai (Loethai), Beginn des Reichsverfall (Sukhotai)
Ende 13. Jh. Chinesen bezeichenen Sukhotai als Siam
um 1300 n.Chr. Nach dem Tod Ramkhamhaengs und die Aufteilung der Macht in mehreren Fürstentümer zerfällt Sukhothai an Bedeutung. Ayutthaya als neue Kapitale gewinnt an Beduetung.
1321 Tak, ehemals Teil von Sukhotai fällt an Lan Na nur noch kleines Reich im Machtkampf vieler Staaten.
1346 -1347 Regierungszeit von Ngua Nam Thom (Nguanamthom)
1347 Eine verheerende Seuche dezimierte U Thongs Bevölkerung um mehr als die Hälfte und veranlaßte die Fürstenfamilie U Thong zu verlassen.
1347 - 1374 König Mahathmmaratcha I (Luthai) von Sukhothai
1347 - 1368 Regierungszeit von König Liu Thai in Sukhotai
Siam - das Ayutthaya Reich
Über vier Jahrhunderte lang bestimmt Ayutthaya wesentliche Elemente der Geschichte Südostasiens und wird in dieser Zeit durch 33 Herrscher mal mehr, mal weniger gut geführt.
Rama Thibodi kämpfte zunächst erfolgreich gegen die Khmer, eroberte Angkor und vertrieb den Khmer-König nach Laos. Er ließ nach dem Vorbild von König Ramkhamhaeng ein Gesetzbuch verfassen, das sich als Codex unter Beachtung der Thai-Sitten an hinduistische Quellen anlehnte. Gleichzeitig sorgte er für den Bau von Tempeln und für die Einführung des Theravada-Buddhismus, um sich von den hinduistisch beeinflussten Khmer abzugrenzen.
In der Folge gelang es den Königen von Ayutthaya, das Reich der Khmer im Jahre 1431 endgültig zu zerstören und die Dynastie von Sukhothai zu beenden, indem ein Prinz von Ayutthaya zum Gouverneur in Phitsanulok (Bisnuloka) gemacht wurde.
Lan Na und Ayutthaya befanden sich während der ganzen Zeit im Kriegszustand, wobei ein relatives Kräftegleichgewicht einen Sieg der einen oder anderen Seite verhinderte. Die Verlegung der Hauptstadt von Ayutthaya zum weit nördlich gelegenen Phitsanulok durch König Boroma Trailokanath verrät jedoch, dass man gewillt war, sich der Angriffe von Lan Na zu erwehren. Mit der endgültigen Ablösung der Sukhothai-Dynastie waren die freien und fortschrittlichen Tage der Thai erst einmal vorbei. Die Könige von Ayutthaya sahen sich als unumschränkte Herrscher, die über Leben und Tod ihrer Untertanen bestimmen konnten.
Im Jahre 1488 zog der Hof von Phitsanulok wieder zurück nach Ayutthaya. Rama Thibodi II. (1491 – 1529) war der erste Thai-Herrscher, der Kontakt zu den Europäern aufnahm. Er empfing zwischen 1509 und 1516 drei Gesandtschaften aus Portugal, die schließlich Handelsniederlassungen errichten durften. In der Folgezeit verstärkten sich die Rivalitäten zwischen Birma und Ayutthaya.
1549 drangen die Birmanen bis nach Ayutthaya vor, das sie 4 Monate vergeblich belagerten. 7 Jahre später konnte König Bayinnuay immerhin Lan Na erobern und Chiang Mai besetzen. Er stieß dann südwärts vor und konnte schließlich 1569 Ayutthaya einnehmen. Prinz Naresuan, der lange Jahre als Geisel in Birma festgehalten worden war, widerruft seinen Treueeid und vertreibt die Birmanen durch mehrere glänzend geführte Schlachten.
Naresuan wird König von Ayutthaya (1590 – 25. April 1605), bei Nong Sarai besiegt er die Birmanen und tötet den birmanischen Kronprinzen in einem Zweikampf. Ein Jahr später erobert er Tenasserim und Tavoy zurück. Siam ist damit wieder in den Grenzen von 1549 vereint. Naresuan verstärkt die Beziehungen zu Portugal und Spanien durch einen Vertrag von 1598 mit König Philipp II., die er mit einer Armee bei Martaban unterstützt. In der Folge kann Naresuan seinem Machtbereich das Territorium Pegu hinzufügen.
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König Ekathotsarot
in Ayutthaya
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Sein Bruder Ekathotsarot (auch Eka Thotsarot) war König von Ayutthaya in
Thailand von (1605 – 1610).
Als Nachfolger des Königs Naresuan der Große, seines Bruders, erbte er ein Reich, das die größte je erreichte Ausdehnung Siams repräsentierte. Hatte er zu Zeiten der Regentschaft von Naresuan eng an dessen Seite die jahrzehntelangen Schlachten gegen Birmanen und Kambodschaner gefochten, konzentrierte er sich in seiner Zeit auf die Festigung der politischen Organisation Siams und auf die Außenbeziehungen.
König Ekathotsarot öffnet Siam weiter für die Europäer, ohne sich zu sehr an die eine oder andere Macht anzulehnen.
Kurz nach seiner Inthronisation tauchten die ersten Holländer in Siam auf. Ekathotsarot sandte als erster König Thailands auch eine Gesandtschaft nach Europa: 1608 an Maurits (Moritz von Oranien) an den Haag. Dies war der Beginn einer mehr als 160 Jahre währenden Beziehung mit der Holländischen Ostindienkompanie. Schon früh gelangten so Teleskope und Ferngläser nach Siam, eine damals neue Erfindung in Europa.
Dies setzt sich unter König Songtham (1610 – 1630) fort, der Kontakt zu König Jakob I. von England aufnimmt.
1630 übernimmt ein Usurpator die Macht in Siam: Prinz Prasat Thong setzt sich auf den Thron und regiert 27 Jahre lang mit grausamer Hand. Streitigkeiten mit den Provinzfürsten werden gewalttätig gelöst und selbst die meisten Mitglieder seiner Familie lässt er hinrichten. |
Nachdem der König schwer erkrankt, kommt es nach Thronstreitigkeiten zur Ernennung des Prinzen Phetracha (1688 – 1703) zum König. Er gibt der aufkommenden nationalistischen Partei nach, die entschlossen ist, den ausländischen Einfluss zurückzudrängen. Constantine Phaulkon wird als deren Aushängeschild hingerichtet, und die französischen Truppen werden vertrieben. In der Folgezeit schottet sich Siam über 130 Jahre gegen die Außenwelt ab. Diese Zeit bildet den Höhepunkt der Literatur Thailands, der königliche Hof wird Mittelpunkt des literarischen Lebens. Übersetzungen aus dem Sanskrit, dem Khmer, dem Pali und aus dem Javanischen fördern die Ausdruckskraft der Thai-Sprache.
Die Bedrohung durch die Birmanen nimmt zu, als dort die Konbaung-Dynastie an die Macht kommt und eine Eroberungsstrategie für Südostasien umsetzt. Bereits 1760 wird Ayutthaya belagert, zunächst vergeblich, doch 1766 kehrt König Hsinbyushin mit einer starken Streitmacht zurück und belagert Ayutthaya mehr als ein Jahr. Am 7. April 1767 fällt Ayutthaya, und eine beispiellose Verheerung der Stadt und seiner Bewohner beginnt. Was nicht geplündert wird, wird dem Erdboden gleichgemacht, Überlebende werden nach Birma verschleppt. Zahlreiche Schriften und Kunstwerke gehen für immer verloren. Ayutthaya hat damit als Hauptstadt Siams ausgedient.
Ayutthaya ist jetzt die Metropole Südostasiens: eine Million Einwohner drängen sich in der Stadt, 375 Tempel, 94 Stadttore und 29 Festungen zählt das Stadtgebiet.
Das Ayutthaya Reich
chronologisch:
1350 Gründung von Ayutthaya. Ramathibodi wird 1351 König des Reiches Ayutthaya
1354 - 1406 König Sai Lu Thai (Mahathammaracha II) von Sukhotai wurde 1378 Vasallenkönig von Ayutthaya
1355 - 1385 Ku Na regiert und stabilisiert das Lan Na-Reich
1360 erklärte Ramathibodi I. den Theravada Buddhismus zur Staatsreligion und holte buddhistische Mönche aus Ceylon nach Ayutthaya
1362 Rama Thibodi (U-Thong) erobert Phitsanulok, zu diesem Zeitpunkt eine wichtige Stadt im Königreich Sukhotai
1370 - 1388 Regierungszeit von König Boromrachathirat I in Ayutthaya
1374 - 1399 König Mahathmmaratcha II (Thammaracha II) von Sukhothai
1378 Der Ayutthaya-König Boromrachathirat I. erobert Sukhotai
1388 König Thong Chan von Ayutthaya wird ermordet
1388 - 1395 Regierungszeit von Ramesuan in Ayutthaya
1395 - 1409 Regierungszeit von König Ramracha in Ayutthaya
1399 - 1419 König Mahathmmaratcha III (Sai Luthai) (Thammaracha III) von Sukhothai
1406 - 1419 König Mathathammaracha III von Sukhotai
1409 - 1424 Regierungszeit von Intharacha I. in Ayutthaya
1419 - 1438 König Mathathammaracha IV von Sukhotai
1424 - 1448 Regierungszeit von Borommaracha II. (Sam Phraya) von Ayutthaya
1431 - 1432 Borommaracha II. nimmt Angkor ein
1438 Sukhotai endgültig Teil des Ayutthaya-Reiches
1441 - 1482 Regierungszeit von Tilok
1442 - 1443 Ayutthaya zieht gegen Lan Na ins Feld
1448 - 1488 Regierungszeit von Boromma Trailokanat reformiert Recht und Verwaltung grundlegend
1456 - 1457 Lan Na und Ayutthaya kämpfen um die Vorherrschaft in der Zentralebene
1463 Boromma Trailokanat verlegt aus Strategischen Gründen die Hauptstadt für einige Jahre nach Phitsanulok
1477 Achtes buddhistisches Konzil in Chiang Mai
1491 - 1529 Regierungszeit von Rama Thibodi II.
1507 - 1515 Ayutthaya führt Krieg gegen Lan Na
1512 erste Europäer kommen (Portugiesen)
Ab 1515 - Die Portugiesen, seit 1511 Herren in Malacca (heute Melaka) im Süden der Malaiischen Halbinsel, sind die ersten Europäer, die Handelsbeziehungen zum König von Siam, Thibodi II. (1491-1529), aufnehmen. Die Spanier folgen Ende des 16. Jahrhunderts, Holländer, Briten und Franzosen Anfang des 17. Jahrhunderts.
1516 König Rama Thibodi II. erlaubt den Portugiesen in Ligor eine Handelsniederlassung zu gründen
1529 - 1533 Regierungszeit von Boromrachathirat IV. in Ayutthaya
1533 - 1534 Regierungszeit von König Ratsadathirat in Ayutthaya
1534 - 1547 Regierungszeit von König Chairacha in Ayutthaya
1547 - Juni 1548 Regierungszeit von König Yod Fa. in Ayutthaya (wurde ermordet)
Juni 1548 - Juli 1548 König Worawongsathirat nur kurze Zeit als Thronräuber
1548 - 1569 Regierungszeit von König Mahachakrapat in Ayutthaya
1555 Naresuan wird geboren
1558 Birmanen nehmen erstmals Chiang Mai ein
1564 Birmanen fallen ins Königreich Ayutthaya ein
Januar 1569 - August 1569 Regierungszeit von König Mahinthrathirat in Ayutthaya
1569 - 1590 Regierungszeit von König Mahathammaracha
1590 - 25.4.1605 Regierungszeit von König Naresuan
1569 - 1593 Ayutthaya ist von Burma besetzt
1585 - 1587 Naresuan schlägt zwei mal die Birmanen
1593 Naresuan besiegt Birma in der Schlacht von Nong Sarai
1598 Naresuan von Ayutthaya vertreibt die Birmanen kurzfristig aus dem Norden
1604 Holländer erstmals in Ayutthaya
1605 - ca. 1610 Regierungszeit von König Ekathosarot
1608 Siam schickt die erste Gesandschaft nach Europa
1610 - 1611 Regierungszeit von König Phra Sri Saowaphak
1611 - 1628 Regierungszeit von König Intharacha (Song Tham)
1612 Engländer kommen nach Siam
1615 Die Birmanen unterwerfen abermals Lan Na
1621 Die Dänen kommen nach Siam
13.12.1628 - August 1629 Regierungszeit von König Chettathirat
August 1629 - September 1629 Regierungszeit von König Athittayawong
1629 - 1656 Regierungszeit von Prasat Thong
7.8.1656 - 8.8.1656 Regierungszeit von König Chai
8.8.1656 - 26.10.1656 Regierungszeit von König Sri Suthamracha
26.10.1656 - 11.7.1688 Regierungszeit von Narai. Der europäische Einfluß war am größten unter König Narai, der Diplomaten, Händler und Missionare aus aller Welt, besonders jedoch aus Europa, willkommenhieß. Unter seiner Regentschaft hatte Ayutthaya fast eine Million Einwohner und war damit größer als London zur damaligen Zeit
1660 Narais Versuch, Chiang Mai undLampeng in Lan Na von Birmas Besetzung zu befreien, scheitert
1664 erzwang Holland unter der Androhung militärischer Gewalt den Abschluß eines Vertrags, der ihm ein Monopol in den wichtigsten Bereichen des Außenhandels einräumte
1665 - 1690 Um den holländischen Einfluß zu vermindern, wurden zwischen 1665 und 1690 diplomatische Kontakte zwischen Ayutthaya und Frankreich aufgenommen
1662 Narai fällt in Birma ein, erste französische Jesuiten in Ayutthaya
1678 Konstantin Phaulkon kommt ins Land
1685 Ayutthaya empfängt die erste franz. Gesandschaft von Louis XIV. Ziel war die Bekehrung zum christlichen Glauben.
1687 traf eine französische Gesandtschaft mit mehr als 600 gut ausgerüsteten Soldaten ein. König Narai, beraten durch den griechischen Abenteurer Konstantin Phaulkon, geriet in den Augen des Thai Adels und der königlichen Familie mehr und mehr unter europäischen Einfluß.
1687 König Narai erklärte Krieg gegen die britische Ost-Indien-Gesellschaft
1688 Narais Tod löst Palastrevolte in Ayutthaya aus. Phaulkon wird hingerichtet. ( Phaulkon wurde geköpft und die französischen Soldaten wurden vertrieben) Petraja besteigt den Thron. Ayutthaya verschließt sich für 130 Jahre dem Ausland
11.7.1688 - 1703 Thronräuber Petracha regiert Ayutthaya
1703 - 1709 Regierungszeit von König Sanphet VIII.
1709 - 1733 Regierungszeit von König Phumintharacha (Thai Sa)
1727 General Thip besiegt die Birmanen und ruft sich zum König v. Lampang aus
1733 - 1758 Boramakot König von Ayutthaya
König Rama I. wurde 1737 in Ayutthaya geboren. Im Alter von 25 Jahren wurde er zum Gouvaneur des Provinzes Ratchaburi vorgeschlagen
1737 - 1809 Lebzeit v. Rama I. Phra Phuttayodfa Chulalok
13.4.1758 - Mai 1758 Regierungszeit von König Uthumphorn
Mai 1758 - 7.4.1767 Regierungszeit von König Suriyamarin (Ekathat)
1766 Birmanen belagern nach Einnahme von Chiang Mai Ayutthaya
1767 Ayutthaya wird zerstört und Thonburi wird Hauptstadt, König Ekatat wird ermordet und Taksin wird König
1776 Taksin von Thon Buri und Kawila von Lampang erobern Chiang Mai zurück
Die
Bangkok Chakri Dynastie
Mit 500 Getreuen kann der chinesisch-stämmige General Paya Tak (Taksin) der birmanischen Verheerung entgehen. Der noch regierende König Ekatat wird umgebracht. Taksin sammelt schnell über 5000 Kämpfer und lässt sich in der neuen Hauptstadt Thonburi nieder. Seine Hauptaufgabe ist jetzt der Wiederaufbau des Reiches und die Rückeroberung der durch die Birmanen nur schwach besetzten weiten Landstriche Siams. 1776 nimmt er Chiang Mai, zwei Jahre später Vientiane. Und auch das Khmer-Reich wird wieder zum Vasallen Siams. Jedoch verfällt Taksin zunehmend dem Wahnsinn und verhängt zahlreiche Todesurteile gegen Menschen aus seiner Umgebung. Nach einer Verschwörung wird er von Palastpersonal mit Samt umhüllt, weil niemand den König berühren darf, und mit einer Keule aus Sandelholz auf den Kopf geschlagen damit sein Blut nicht vergossen wird. Nach seinem Tod wird sein fähigster General Phraya Chakri von seinem Feldzug gegen Burma zurückgerufen und besteigt am 6. April 1782 als König Rama Thibodi oder Rama I. den Thron.
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König Rama I. Phra Chulalok
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König Rama I. Phra Phuttayodfa Chulalok (1782 – 1809)
Als Begründer der Chakri-Dynastie baut er einen neuen Palast auf der Thonburi gegenüberliegenden Seite des Flusses Maenam Chao Phraya (siehe Rattanakosin).
Der Palast bildet gleichzeitig den Ursprung des modernen Bangkok.
Rama I. setzt die von Taksin begonnene Restauration des Reiches fort.
Die kambodschanischen Provinzen Mongkolborei, Sisophon und Korat fallen an Thailand. Im Süden dehnt er das neue Reich bis Trengganu (heute in Malaysia) aus.
Der König setzt sich zum Ziel, die alte Pracht von Ayutthaya auf die neue Hauptstadt zu übertragen. Dazu werden Klongs (Kanäle) ausgehoben und prächtige Tempel geschaffen. |
König Rama II. Phra Phuttaloetla (1809 – 1824)
Während der Regierungszeit des Sohnes von Rama I. werden die Beziehungen zu Europa wieder aufgenommen. Die Botschaft Portugals wird als erste Botschaft in Bangkok errichtet. Rama II. holt den Schriftsteller Sunthorn Pu an seinen Hof, ein Beweis für den Stellenwert der Literatur in jener Zeit.
König Rama III. Phra Nang Klao (1824 – 3. April 1851)
Siam wird von den europäischen Mächten zunehmend als Interessengebiet betrachtet, dessen man sich versichern sollte. Rama III. widersetzt sich diesen Bestrebungen mit einer Art Schaukeldiplomatie, die bis heute ein Kennzeichen thailändischer Politik ist und die sich als äußerst effektiv gegen die Vereinnahmung durch Großmächte erwiesen hat. Jedenfalls bleibt Siam der einzige Staat in der Region, der nicht kolonisiert worden ist. Im Gegenteil kommt ihm die Kolonialpolitik der Engländer sogar zugute, die Birma als ständigen Herd der Bedrohung Siams praktisch neutralisieren. Rama III. gründet mit Wat Pho die erste Universität des Landes in Bangkok.
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König Rama IV Mongkut
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König Rama IV. Mongkut (3. April 1851 – 30. September 1868)
Vor seiner Thronbesteigung hatte Rama IV.
26 Jahre lang als Wandermönch und Abt eines Klosters gelebt. Er kam dabei auch in Kontakt mit westlichen Sprachen und Wissenschaften.
Diese Erfahrungen bewegen ihn zu ersten gesellschaftlichen Reformen und zu einer Erneuerung des Buddhismus (siehe Thammayut Nikaya).
In der Außenpolitik öffnet er wirtschaftliche Möglichkeiten, ohne die Politik des Gleichgewichts gegenüber den Großmächten zu verlassen.
Er gestattet dem preußischen Gesandten Graf Eulenburg, das Land zu bereisen und einen vielbeachteten Bericht darüber zu verfassen.
Mongkut stirbt an Malaria, die er sich vermutlich bei der Beobachtung einer totalen Sonnenfinsternis in den siamesischen Sümpfen zugezogen hatte. |

König Chulalongkorn - Rama V |
König Rama V. Chulalongkorn (1. Oktober 1868 – 23. Oktober 1910)
Rama V. übernimmt als 15jähriger den Thron von seinem Vater, zunächst noch unter Vormundschaft eines Regentschaftsrates.
Die Krönung findet 1871 statt. Er ist westlichem Gedankengut aufgeschlossen und setzt die Reformen seines Vaters fort, die durch europäische Verwaltungsfachleute unterstützt werden. Die Abschaffung des Kniefalls vor dem König und die beginnende Ächtung der Sklaverei, die endgültig 1905 verboten wird, zeugen von der liberalen Haltung.
Erstmals ist die Rede von den Kon Thai ("freie Menschen"). 1882 entsteht die erste Eisenbahn zwischen Bangkok und Ayutthaya auf einer Strecke von 70 km. Der König führt 1895 einen Gesetzgebenden Rat ein, der aus den zehn Ministern und weiteren 12 Mitgliedern besteht, die direkt ernannt werden.
Rama V. besucht 1897 und 1907 Europa, u.a. auch das Deutsche Reich. Hier stiftet er anlässlich eines Kuraufenthaltes in Bad Homburg die berühmte Thai-Sala im Kurpark. Rama V. hinterlässt durch seine umfangreichen Verwaltungsreformen einen modernen Staat Siam. |

König Vajiravudh Rama VI |
König Rama VI. Vajiravudh (23. Oktober 1910 – 26. November 1925)
Der älteste Sohn von Rama V. erhielt eine westliche Ausbildung (u.a. Studium in Oxford) und verstärkte die Anstrengungen im Bildungssektor, z.B. durch die Gründung der Chulalongkorn-Universität in Bangkok im Jahre 1917 und durch die allgemeine Schulpflicht von mindestens vier Jahren.
Im Ersten Weltkrieg schlug sich Thailand auf die Seite der Entente und unterstützte diese durch 2000 Elitesoldaten.
Siam erreichte damit einen Sitz im Völkerbund. 1921 erliess Rama VI. ein Gesetz zur Gleichstellung von Mann und Frau.
Alle Thai mussten einen Nachnamen annehmen, bis dahin waren nur einfache Namen gebräuchlich. |
Die Chakri Dynastie
chronologisch:
König Rama VII. Prajadibok (26. November 1925 – 2. März 1935)
Als Neffe seines Vorgängers hat Rama VII. mit dem auch in Südostasien aufkommenden Kommunismus zu kämpfen.
1930 wird die CPT, die Kommunistische Partei Thailands, gegründet. Militärs stürzen den König am 24. Juni 1932 in einem gewaltlosen Putsch und errichten eine konstitutionelle Monarchie mit Rama VII. an der Spitze.
1933 wird die Thammasat-Universität in Bangkok gegründet, die mit ihrem liberalen Selbstverständnis bis heute ein Symbol für Freiheit und Demokratie bleiben soll. 1935 dankt Rama VII. ab.
1782 Taksin wegen Größenwahn hingerichtet, Rama I. begründet die
Chakri-Dynastie und macht Bangkok zu Hauptstadt
1783 Baubeginn am Wat Phra Kaeo
1797 Rama I. verfaßt das Ramakien aus dem Ramajana-Epos
1800 Endgültige Vertreibung der Birmanen aus Siam
1808 - 1824 Regierungszeit v. Phra P. Naphalai (Rama II.)
1818 Rama II. nimmt nach 130 Jahren wieder Beziehungen zu Europa auf
1820 erste ausländische Botschaft in Siam (Portugiesen)
1824 - 1851 Regierungszeit v. Phra Nangklao (Rama III.)
1826 Der Burney-Vertrag gewährt den Briten beschränkte Handelsfreiheit
1827 Siamesische Truppen zerstören Vientiane
1828 Captain Low verfaßt das erste Buch über thailändische Sprache, welches in Singapore gedruckt wird
um 1830 Siam kämpft in Kambodscha gegen Vietnam zur Verteidigung des Buddhismus.
1833 erste Handelsverträge mit den Amerikanern
nach 1840 Siam besitzt die Macht in Kambodscha
1851 - 1868 Regierungszeit von Monkut (Rama IV.)
1851 Ab jetzt darf der König ungestraft angeschaut werden
1855 Koenig Mongkut (Rama IV) schliesst Handelsvertrag mit britischer Gesandtschaft unter Sir John Bowrin
1868 Mongkut Rama IV. stirbt und Chulalongkorn besteigt den Thron als 15 jähriger unter Vormundschaft
1868 verabschiedete Konvention über die Grenzziehung Thailand - Mayanmar (Burma) weist zwar den Moei-River als Demarkationslinie auf, die auch beiderseits akzeptiert wird, jedoch bestehen außerhalb dieser natürlichen Grenze in unzugänglichen Arealen und zerklüfteten Bergregionen Dispute um dortige Grenzlinien. Erschwert wird die Klärung aufgrund der Tatsache, dass Thailand und Myanmar zu bestimmten Gebieten an der 2.400 km langen Grenze unterschiedliche Grenzpläne besitzen
1868 - 1910 Regierungszeit von Chulalongkorn
1873 Beginn der Reformpolitik Koenig Chulalongkorns
1873 Lan Na wird dem Königreich Siam angegliedert, aus Haripunchai wurde Lamphun
1869 Erste gepflasterte Straße: Charoen Krung (8 km)
1874 Entsendung eines Thai-Hochkommisars nach Lan Na
1874 Rama V. verabschiedet ein Reformpaket das die Konservativen (bua boran) aufbringt
1875 Opposition d. Konservativen führt zur Palast-Krise woraufhin Rama V. einige Reformen entschärft
1882 erste 70 km lange Bahnstrecke von Bangkok nach Ayuutthaya
1885 Prinz Devawongse wird Außenminister
1887 Prinz Devawongse nimmt in London an der Feier von Queen Victorias teil
1888 Einführung eines neuen zentralisierten Verwaltungssystem
1892 Einrichtung neuer Ministerien
1893 Frankreichs Einverleibung von Laos entfacht den Konflikt mit Frankreich. Kanonenboote demonstrieren auf dem Chao Phraya die Macht (Paknam-Zwischenfall). Chanthaburi von Franzosen besetzt.
1897 Europareise König Chulalongkorns (1868 - 1910) Ch. besuchte Italien, die Schweiz, den Vatikan, Russland, Schweden, die Niederlande, Frankreich, Spanien, Portugal, Österreich-Ungarn, Großbritannien und das Deutsche Reich (im August und Oktober 1897). Hier besuchte er u.a. die Städte Dresden, Potsdam, Berlin, Schwerin, Hamburg, Essen, Baden-Baden, Darmstadt.
1898 begann der Bau der Nothern Railway von Bangkok nach Chiang Mai
1905 Abschluß der Abschaffung der Sklaverei
1907 zweite Europareisen König Chulalongkorns (1868 - 1910). Im Gegensatz zu der ersten Reise, die den Charakter eines offiziellen Staatsbesuches gehabt hatte, war der zweite Europaaufenthalt des Königs eher privater Natur. Neben Aufenthalten in Italien, Frankreich, Großbritannien, Skandinavien und Österreich-Ungarn führte ihn sein Weg mehrere Male nach Deutschland, wo er sich auf Anraten seiner Ärzte in Bad Homburg einer dreimonatigen Kur unterzog. Und zum Dank fuer seinen angenehmen Kuraufenthalt, errichtete Chulalongkorn im Kurpark von Bad Homburg eine Thai-Sala.
1909 Siam überläßt den Briten die Kontrolle über die Mallayischen Staaten: Kelatan, Perlis,Terengganu, Kedah
1910 - 1925 Regierungszeit von König Vajiravudh (Rama VI.)
1911 Rama VI gründet die Elite-Einheit "Wilde Tiger"
1916 Thais müssen einen Nachnamen annehmen und der Gregorianische Kalender wird zusätzlich eingeführt.
1916 Im Ersten Weltkrieg stellt sich Siam auf die Seite der Alliierten und erklärt 1917 Deutschland den Krieg.
1917 Rama VI eröffnet Chulalongkorn Universität, neue bis heute bestehende Nationalflagge
1921 König Rama VI. erlässt ein Gesetz zur Gleichstellung der Geschlechter, allgemeine Schulpflicht wird eingeführt.
1922 Beendigung der Gleisarbeiten für den Southern Railway „Bangkok - Butterworth (Malaysia)“
1925 (26.11.) Prajadhipok wird König (Rama VII.)
1925 Rama VII. zieht in den Chitralada Palast in Dusit um
5.12.1927 Geburtstag von Bumibol
1930 Gruendung der kommunistischen Partei Thailands CPT
1931 erst jetzt wurde Nan dem Königreich Siam angegliedert
Juni 1932 - Juni 1933: Premierminister: Phraya Manopakarn Nitithada
Juni 1933 - Dezember 1938: Premierminister: Phraya Bahon Phonpayuhasena
24. Juni 1932 Nach einem gewaltlosen Staatsstreich durch das Militär wird in Siam die absolute Monarchie zu einer konstitutionellen Monarchie umgewandelt. Doch die neue Regierung entwickelt sich allmählich zur Diktatur.
12. 8.1932 Geburtstag von Königin Sirikit
1932 Staatsstreich. Ende der absoluten Monarchie. Sozialrevolutionaere Wirtschaftsplaene von Pridi Phanomyong
1933 Erste antikommunistische Gesetzgebung wird verabschiedet
1933 Gruendung der Thammasat-Universitaet in Bangkok deren liberales Selbstverstaendnis bis in unsere Tage eine zentrale Rolle spielt, Gruendungsmitglied Pridi Phanomyong.
1934 (02.03.) Prajadhipok dankt ab und Ananda Mahidol wird König (Rama VIII.)
1935 Verbot der kommunistischen Partei Siams
1938 Phibun Songkram wird Premierminister
Siam
wird in Thailand umbenannt - das moderne Thailand der Gegenwart
König Rama VIII. Ananda Mahidol (2. März 1935 – 9. Juni 1946)
Als Sohn von Rama VII. ist er 9 Jahre alt, als er die Königswürde erhält. Zunächst übernimmt ein Regentschaftsrat die Geschäfte. 1939 wird Siam offiziell in Thailand umbenannt (Phratet Thai, d.i. "Land der Freien").
Die japanische Expansion 1941 bringt Thailand in eine prekäre Lage - es liegt genau zwischen Malaya und Birma; Gebiete, die bei Ausbruch des Krieges im Pazifik schnell an Japan fallen. Auf massiven Druck Japans muss Thailand im Dezember 1941 einen Bündnisvertrag mit dem Kaiserreich abschließen. Die Japaner stationieren in Bangkok und in der westlichen Provinz Kanchanaburi, durch die die strategisch wichtige Eisenbahn über den Kwae Noi (River Kwai) geführt werden soll, 150.000 Soldaten. Gebaut wird von Juni 1942 bis Oktober 1943, es sterben über 90.000 Menschen.
Anfang 1942 muss Thailand Großbritannien und den USA den Krieg erklären. Der thailändische Botschafter in den USA verweigert jedoch die Überbringung der entsprechenden Urkunde. Thailand wird von den USA daraufhin nicht als Feind behandelt. An Großbritannien muss Thailand nach Kriegsende jedoch 1,5 Millionen Tonnen Reis als Reparation liefern.
Am 9. Juni 1946 kommt der junge König Rama VIII. unter mysteriösen Umständen ums Leben. Sein junger Bruder sieht sich plötzlich mit der Aufgabe konfrontiert, die Thronfolge zu übernehmen.
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König Rama IX.
Bhumibol
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König Rama IX. Bhumibol Adulyadej (seit 1946)
Rama IX. studierte Naturwissenschaften in der Schweiz, als ihn die Nachricht vom Tode seines Bruders erreichte. Für seine neuen Aufgaben orientierte er sich jedoch um und schloss 1951 in Politik und Rechtswissenschaften ab.
Zuvor wurde er am 5. Mai 1950 zum König gekrönt. Seither führte er in zahlreichen Entwicklungsprojekten, insbesondere für die Bewässerung unterentwickelter Landesteile, selbst Regie und kümmerte sich um Not und Probleme im Land. Das hat der Monarchie und ihm persönlich die vorbehaltlose Sympathie der Thai eingebracht.
Zwischen 1951 und 1955 sowie 1958 bis 1968 waren alle Parteien verboten. 1959 wurde eine neue provisorische Verfassung mit größeren Vollmachten für den Regierungschef, damals Marschall Sarit Dhanarajata, in Kraft gesetzt. Ab dem Herbst 1964 musste sich der Staat (unter Marschall Thanom Kittikachorn) gegen Freischärler im Isaan wehren, die von China aus gesteuert wurden.
1965 gewährte die
Thailand den USA im Zuge des Vietnamkrieges das Nutzungsrecht von Flugplätzen. 1967 standen bereits 40.000 Streitkräfte der Amerikaner in Thailand. Die massenhafte Armutsprostitution, bis heute ein trauriges Wahrzeichen Thailands, gilt als Folge der Stationierung
US Armee. |
1968 erfolgte eine Verfassungsreform mit erweiterten Vollmachten für den Regierungschef und einer zusätzlichen Kammer für das Parlament. Wahlen wurden 1969 durchgeführt. Nach einer kurzen Phase mit einer demokratischen Regierung übernahm Marschall Kittikachorn nach einem Staatsstreich am 17. November 1971 wieder die Macht. Nach der Wiederzulassung der Parteien 1974 und den anschließenden Wahlen wurde Prinz Kukrit Pramoj Premierminister. Die neue Verfassung beschnitt die Eingriffsmöglichkeiten der Regierung. Außenpolitisch musste Thailand auf die kommunistische Machtübernahme in Laos, Vietnam und Kambodscha reagieren und nahm diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China auf, unter Preisgabe derjenigen zu Taiwan. Im Inneren musste sich Thailand gegen Guerillas in der Provinz Nan wehren und sezessionistische Tendenzen im moslemischen Süden (Yala, Narathiwat, Pattani) unterbinden.
In den folgenden Jahren litt das Land nicht nur an den Folgen des Ölpreisschocks, sondern auch an den Flüchtlingsströmen aus Indochina. Etwa 300.000 Menschen wurden in Lagern im Nordosten untergebracht. Das Militär unternahm mehrere erfolglose Putschversuche, wurde aber an der Regierung beteiligt. Man spricht von einer Art "Halbdemokratie". Im März 1980 wurde General Prem als Premierminister gewählt und blieb bis 1988 im Amt.
Aus den Wahlen am 9. Februar 2001 ist Thaksin Shinawatra als neuer Premierminister hervorgegangen. Er übernahm das Amt von Chuan Leekpai und wurde bei den Wahlen am 6. Februar 2005 mit überwältigender Mehrheit in diesem Amt bestätigt.
Die moderne thailändische Geschichte ist gekennzeichnet durch den Kampf zahlreicher Familien um Macht und Einfluss im Lande, insgesamt 50 verschiedene Parteien ringen im "Experiment Demokratie" um die Gunst der Wähler.
Trotz der zeitweise massiven Einwirkung des Militärs blieb jedoch die Monarchie unangetastet, sie hat sich bisher als belastbares Bindeglied Thailands erwiesen. Die individuelle Freiheit der Bevölkerung ist im Vergleich mit den anderen Ländern in Südostasien sehr groß. Thailand ist heute auf einem guten Weg eine stabile Demokratie mit thailändischen Besonderheiten zu werden.
2004,
26 Dezember - Die Westküste Thailands wird schwer von einem Seebeben in der
Andamannensee ausgelösten
Tsunami getroffen. In Thailand war besonders die touristisch erschlossene Küste um Phuket und Phi Phi von den Flutwellen betroffen. Die offizielle Opferzahl liegt bei 5.395, davon 2.248 Ausländer und 1.175 Opfer mit unbekannter Nationalität. Von den 2.817 Vermissten sind 1.924 Thais (Quelle: UNO). Ein norwegischer Diplomat gab an, alleine in Khao Lak seien 4.000 Tote zu beklagen.
Besonders betroffen waren auch Urlauber aus Deutschland und Schweden mit
jeweils über 500 Toten.
Von den zunächst vermissten mindestens 100 Tauchern konnten jedoch laut AFP 80 gerettet werden. Das Urvolk der Morgan überlebte die
Tsunami Katastrophe komplett.
In den Flutwellen starb auch der Enkel des thailändischen Königs Poom Jensen.
Das
moderne Thailand chronologisch:
1939 Phibun Songkram benennt Siam in Thailand um, seit dem 10.Dezember die thailändische Nationalhymne (Phleng Chat) wird eingeführt (Komponist Peter Feit)
Dezember 1938 - Juli 1944 Premierminister: Field Marshal Pibulsonggram
1939 Aufstellung des Demokratie Denkmal in Gedenken zur Einführung der Konstitutionellen Monarchie (1932)
1940-1949 Thailand wird wieder Siam genannt.
1940 In der Hoffnung, die einst an die Briten und Franzosen verlorengegangenen Gebiete zurückzuerobern, verbündet sich die thailändische Militärregierung mit Deutschland und Japan, und Thailand wird Durchzugsgebiet der Japaner nach Birma (heute Myanmar), Malaysia und Singapur.
1940 Thailand marschiert in Laos und Kambodscha ein nach Frankreichs Niederlage gegen die Deutschen
1941 Invasion der Japaner, Premierminister Phibun kollabopriert mit den Japanern, es bildet sich eine "Free-Thai-Bewegung" um Pridi Phanomyong
1941 Japaner marschieren in Bangkok ein
Juni 1942 - Oktober 1943 ca. 200 000 Zwangsarbeiter und ca. 62 000 Kriegsgefangene bauten die zerstörte Bahntrasse durch den Dschungel der strategisch wichtigen
Bahn Line Thailand - Burma. Mehr als 90 000 Zwangsarbeiter starben dabei infolge der unmenschlichen Bedingungen beim Bau
1942 1. Parteitag der CPT, Neugruendung der kommunistischen Partei. Beginn von Anti-japanischen Aktivitaeten.
August 1944 - August 1945 Premierminister: Khuang Aphaiwong
19.02.1945 Die South-East-Asia Collective-Defense-Treaty Organization (SEATO) tritt am als Verteidigungspakt gegen das kommunistische vordringen in Kraft (Thailand ist Mitglied)
August 1945 - September 1945 Premierminister: Tawee Boonyaket
September 1945 - January 1946 Premierminister: M.R. Seni Pramoj
1945 Friedensvertrag mit den Alliierten
1945 Die CPT bildet eine offene Anti-Japanische Vereinigung auf deren Druck Regierungstruppen die Japaner im Sueden Thailands angreifen, voruebergehende Inhaftierung von Phibun Songkhram
Januar 1946 - März 1946 Premierminister: Khuang Aphaiwong
März 1946 - August 1946 Premierminister: Pridi Banomyong
9.6.1946 Mahidol wird ermordet (im Alter von 21 Jahren)
August 1946 - November 1947 Premierminister: Admiral Thamrong Nawasawat
1946 Erste freie Wahlen, Pridi Phanomyong wird Premierminister. Mysterioeser Tod von Koenig Amanda (Rama VIII), der mysterioese Tod ist ausschlaggebend fuer Ruecktritt von Premierminister Pridi. Koenig Bhumipol folgt Amanda. Die CPT wird auf Druck der Sowjetunion wieder zugelassen. Phibun wird freigelassen.
1946 Phibun tritt zurück, Pridi Phanomyong bildet eine neue Regierung. Westprovinzen Kambodschas mit Angkor Wat werden endgültig zurückgegeben
November 1947 - April 1948 Premierminister: Khuang Aphaiwong
08.11.1947 Phibun stuerzt mit dem Militaer die Uebergangsregierung, gestuetzt von Sarit Thanarat (Armeegeneral) und Phao Siriyanon (Polizeigeneral). Amerika unterstuetzt Thailand auf Grund der Antikommunistischen Regierung. Thailand erkennt das Bao-Dai-Regim in Suedvietnam an und bekommt daraufhin amerikanische Hilfe und auf die Wiedergutmachung wird verzichtet.
April 1948 - September 1957 Premierminister: Field Marshal Pibulsonggram
September 1957 - Dezember 1957 Premierminister: Pote Sarasin
1950 Beginn des Korea Krieges, als Gegenleistung fuer die Solidaritaet der thail. Regierung erhaelt das Land ansehnliche Kredite von der Weltbank. Die USA sichern sich Ihre Position durch Errichtung von Militaerbasen als Schutzwaelle gegen China und Indonesien. Die USA beginnt mit ihrer Miltaerhilfe.
28.4.1950 Bumiphon und Sirikit heiraten. Beide werden bereits am 5. Mai 1950 in Bangkok gekrönt
05.04.1951 Ubol Rantana (Königs-Tochter) in der Schweiz, Lausanne, geboren
1952 Geburtsjahr von Kronprinz Vajiaralongkorn
1954 Verteidigungspakt mit der USA, Bangkok wird SEATO Zentrale
1955 Geburtsjahr von Prinzessin Sirindhorn
1957 Geburtsjahr von Prinzessin Chulabhorn
1957 Sarit Thanarat stuerzt Phibunläutet die "samai pattana" genannte Modernisierung ein. Phibun und Phao setzen sich ins Exil ab, General Thanom Kittikachom wird Premierminister und General Praphat Charusathin zum Chef der Polizei. Anschliessend verlaesst Sarit Thailand fuer ein einjaherigen Klinigaufenthalt in Washington.
Januar 1958 - Oktober 1958 Premierminister: General Thanom Kittikachorn
1958 Sarit Thailand kommt nach Thailand zurueck und konsolidiert seine Macht mit dem Putsch vom 20. Oktober 1958 (Sarit-Diktatur), Thailand steht nun unter Kriegsrecht, die Nationalversammlung wird aufgeloest und die Verfassung aufgehoben. Die Presse wird zensiert, saemtliche Massenorganisationen verboten. Unter der Beschuldigung "Kommunisten" zu sein werden oppositionelle Politiker, Akademiker, progressive Schriftsteller, arretiert, bestenfalls ins Exil geschickt, schlimmstenfalls ohne Gerichtsverfahren hingerichtet.
1958 Thanom Kittikachorn neuer Premierminister
Oktober 1958 - Dezember 1963 Premierminister: Field Marshal Sarit Thanarat
1959 Sarit putscht wieder
1959 Sarit Thanarat´s Partei wechselt den Namen von Militärpartei zu Revolutionärer Partei
1959 General Sarit wird nach einer neuen Verfassung neuer Premierminister
1960 verbietet Sarit Thanarat die Prostitution
1959 Opium Gewinnung wird verboten, blühte aber während des Vietnam-Kriegs wieder auf
1960 Bhumiplol u.a. in Deutschland
1961 Mit fremden Geldern werden Hilfprogramme gestartet um in die aermsten Region Thailands dem Isaan die Zivilisation zu bringen. Hierbei geht es weniger um die Verbesserung des Lebensstandards als vielmehr um die Erschliessung der strategisch wichtigen Region. Da diese Region auf Grund seiner Naehe zu Vietnam als moegliche Aufmarschbasis der Kommunisten betrachtet wird. Tatsaechlich hat kommunistische Agitation im Nordosten Thailands eine lange Tradition. Ho Chi Minh hatte hier Anfang der 30er Jahre bei seinen Landsleuten , die auch heute noch eine Zahlenmaessig starke Minderheit bilden, Unterschlupf gefunden und zeitweise das Hauptquatier der CPV hierher verlegt, die laotische Guerilla hatte hier ihr Rueckzugsgebiet und fast saemtliche oppositionellen Politiker kommen aus dieser Region. Isaan ist ein Synonym fuer Widerstandskampf und Opposition.
1962 Die USA stationieren Truppen in Thailand, zeitweilig sind bis zu 50 000 US-Soldaten in Thailand stationiert.
1963 Tod von Sarit. Sarits Repressionspolitik wird von den "Drei-Tyrannen" Thanom, Praphat und Narong, einer Verkoerperung von Korruption, Nepotismus und Amtshaeufung (Feldmarschall Thanom wird Premierminister, Aussen- und Verteidigungsminister sowie Oberbefehlshaber der Streitkraefte, seinem Sohn Narong uebertraegt er das Oberkomnmando ueber ein "Kommitee zur Aufdeckung von Korruption" und Narongs Schwiegervater Praphat bekleidet u.a. den Posten des Innenministers und kontrolliert somit alle Grenzposten und ueber 250.000 bewaffnete Polizisten, die als Privatarmee eingesetzt wurde und in seiner Macht stand die Provinzgouverneure ein- bzw. abzusetzen), fortgefuehrt. Der Reichtum des Trios war legendaer
Dezember 1963 - Oktober 1973 Premierminister: Gen. Thanom Kittikachorn
1964 Beginn des Vietnamkrieges. Im Vietnam-Krieg ist Thailand Stützpunkt für die Amerikaner. Von Udon Thani, Ubon Ratchathani oder U-Tapao aus wurden viele verheerende B52-Bombereinsätze in Vietnam und Laos geflogen.
1967 Thailand wird Mitglied in der ASEAN
Oktober 1973 - Januar 1975 Premierminister: Sanya Dharmasakti
1973 - 1976 Studentenaufstände
1973 Im Oktober kommt es zum Massaker an den Studenten. Oktober 1973 protestieren Hunderttausende gegen die Verhaftung oppositioneller Studentenführer. 71 Menschen wurden wahllos erschossen und mehrere Hundert verletzt; erbitterte Straßenkämpfe folgten. Kittikachorn, Prapas und Narong flohen ins Ausland. König Bhumipol verkündete den Rücktritt des Militärregimes und die Einsetzung des Rektors der Thammasat-Universität, Sanya Dharmasakti, als neuen Premier. Ein Jahr nach dem blutigen Massaker verkündete der König eine neue Verfassung. -> sh. auch "Blutiger Sonntag" !
1975, Frühjahr, es fanden die ersten freien Wahlen statt, die keine tragfähige Mehrheit brachte
Februar 1975 - März 1975 Premierminister: M.R. Seni Pramoj
März 1975 - April 1976 Premierminister: M.R. Kukrit Pramoj
1976, Oktober, das Militär übernahm wiederum die Macht
April 1976 - Oktober, 1976 Premierminister: M.R. Seni Pramoj
Oktober 1976 - Oktober 1977 Premierminister: Thanin Kraivixien
1977 war General Kriangsak Premier, der sich durch eine Reformpolitik nach innen und einer realistischen Ausgleichspolitik nach außen von seinen Vorgängern unterschied
November 1977 - Februar 1980 Premierminister: Gen. Kriangsak Chomanand
1979 - 1989 Dritter Indochina Krieg in Kambodscha, Thailand unterstützt aus taktischen Gründen die kommunistische Regierung
1980 Rücktritt von General Kriangsak.
1980, 3. März - Nach einem unblutigen Regierungswechsel wird General Prem Tinsulanonda neuer thailändischer Regierungschef.
März 1980 - April 1988 Premierminister: Gen. Prem Tinsulanond
1. April 1981 besetzten eine Gruppe jüngerer Offiziere unter Führung von General San Chipatima verschiedene wichtige Regierungseinrichtungen in Bangkok. Die Putschisten behaupteten, sie stünden der herrschenden Militär-Clique kritisch gegenüber und unterstützten eine Demokratisierung Thailands.
1987 In Betriebnahme des International Airport "Don Muang" in Bangkok
1988 Demokratische Parlamentswahlen, amtierende Regierung Chatichai Choohavan
April 1988 - Februar 1991 Premierminister: Gen. Chatichai Choonhavan
1988 Exportverbot für Holz (Erlass durch Bumibol)
Januar 1990 dem saudi-arabischen Kronprinzen werden von einem thailändischen Gastarbeiter (rund 250.000 Thais sind in Saudi-Arabien zumeist als Hausangestellte beschäftigt) etwa 100 Kilo Juwelen im Wert von fast 32 Millionen Mark gestohlen. Die thailändische Polizei stellt den Schatz sicher, doch bei der Übergabe an den Besitzer stellt sich heraus, daß die meisten Edelsteine nur noch wertlose Fälschungen sind und außerdem drei Viertel gänzlich fehlen. Bei den Ermittlungen in diesem Korruptionsskandal werden in der Folgezeit mindestens fünfzehn Personen (Saudis und Thais) ermordet. (Die Juwelen sind bis heute nicht wieder aufgetaucht.)
23.2.1991 Putsch durch Suchinda Kraprayoon gegen Chatichai, im Oktober kommt es zur Neuwahlen und einige Wochen später wird Suchinda Kraprayoon Ministerpräsident. Die 15. Verfassung des Landes tritt in Kraft
Februar 1991 - April 1992 Premierminister: Anand Panyarachun
1992, Februar. Laos und Thailand unterzeichnen einen Freundschafts- und Kooperationsvertrag.
April 1992 - Mai 1992 Premierminister: Gen. Suchinda Kraprayoon
17. - 20.05.1992 ("Black May" - blutige Unruhen) Im Mai kommt es zu Unruhen wobei 140 Menschen durch die Kugeln des Militär sterben, worauf Bhumipol der Regierung die Unterstützung versagt welche daraufhin zurücktritt. Neuwahlen im September, Rechtsanwalt Chuan Leekpai wird neuer Premierminister.
Juni 1992 - September 1992 Premierminister: Anand Panyarachun
September 1992 - Juli 1995 Premierminister: Chuan Leekpai
1993, September - Ein Gesetzentwurf zur harten Bestrafung von Sex mit Minderjährigen (unter fünfzehn Jahren) wird vorgelegt. (In Thailands Bordellen soll es ungefähr 700.000 Prostituierte geben. Die Mädchen sind meist die einzige „Verdienstquelle“ für ihre in bitterster Armut lebenden Verwandten auf dem Lande. Die Zahl der an Aids Erkrankten ist mittlerweile auf über 600.000 angestiegen.)
8. April 1994 - Die von Australien finanzierte „Freundschaftsbrücke“ über den Mae Nam Khong (Mekong) nach Laos (nahe der laotischen Hauptstadt Vientiane) wird als erste Verkehrsverbindung zwischen den beiden Ländern feierlich eröffnet. (Mit einer Gesamtlänge von fast 4.200 Kilometern ist der Mekong, der im Hochland von Tibet entspringt und in das Südchinesische Meer mündet, der längste Fluß Südostasiens. Rund 900 Kilometer bilden die Grenze zwischen Laos und Thailand.)
4. Januar 1995 - Die thailändische Nationalversammlung stimmt für eine Änderung der Verfassung, die die Gleichberechtigung der Frau festlegt, das Wahlalter von 21 auf 18 Jahre senkt sowie die Macht des Militärs zugunsten der Demokratie weiter einschränkt.
1995 Im Mai tritt Chuan Leekpai nach einem Korruptionsskandal zurück. Im Juli Neuwahlen und Banharn Silap-Archa wird für ein Jahr neue Premierminister bis auch er wegen Korruption zurücktreten muß.
13. Juli 1995 - Die den Militärs nahestehende Chart-Thai gewinnt die Wahlen über die Democratic Party unter Chuan Leekpai – wie immer war es zu Unregelmäßigkeiten wie Stimmenkauf und Bestechung gekommen. König Bhumibol Adulyadej ernennt den Chart-Thai-Vorsitzenden Banharn Silpa Archa zum neuen Regierungschef Thailands.
Juli 1995 - November 1996 Premierminister: Banharn Silpa-Archa
November 1996 - November 1997 Premierminister: Gen. Chavalit Yongchaiyudh
1996 neuer Regierungschef wird General Chavalit Yongchaiyudh
1996, 13. März - Ein 38jähriger Deutscher wird in Thailand wegen sexuellen Mißbrauchs von Kindern zu 45 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil soll als eine Warnung an Sextouristen verstanden werden.
Januar 1999 eskalierten Disputes um bis ungeklärte maritime Befugnisse in der Andaman Sea zw. Thailand und Myanmar, es kam zum Schusswechsel zwischen einem Armeeschiff und zwei burmesischen Fregatten
1997, 15. September - Aufgrund der seit Wochen wütenden Waldbrände – Brandrodungen waren wegen starker Winde außer Kontrolle geraten – auf den Inseln Borneo, Sulawesi und Sumatra sowie Neuguinea erreicht die Luftverschmutzung in den südostasiatischen Staaten Singapur, Malaysia, Indonesien, Thailand, Brunei, Papua Neuguinea sowie auf den Philippinen gesundheitsgefährdende Rekordwerte. Örtlich beträgt die Sicht nur noch zwischen zehn und 50 Meter; Millionen Menschen leiden bereits an Entzündungen der Atemwege; viele Schulen, Fabriken und Behörden müssen vorübergehend geschlossen werden. Ein Ende der Brandkatastrophe wird erst mit Beginn der Regenzeit Anfang November erwartet.
November 1997 - Februar 2001 Premierminister: Chuan Leekpai
2000 50. Thronjubiläum von Bumibol
25. Januar 2000 - Beim Sturmangriff thailändischer Soldaten und Polizisten auf das seit dem Vortag von einem Rebellenkommando des Karen-Volkes aus dem Nachbarland Myanmar besetzte Krankenhaus in Rat Buri werden nach Angaben der Behörden zehn der Geiselnehmer erschossen, während alle Geiseln unverletzt bleiben. Weitere sechs Rebellen sollen sich auf der Flucht befinden. „Wir können nicht zulassen, daß irgendwelche ausländischen Truppen die Souveränität Thailands verletzen“, rechtfertigt der Befehlshaber der Einsatztruppe die Aktion.
3.7.2000, als 60 laotische Rebellen und bezahlte thailändische Dorfbewohner einen Checkpoint in der südlichen laotischen Provinz Champassak angriffen, wobei fünf Rebellen von der laotischen Armee erschossen wurden und viele über die Grenze nach Thailand flüchteten, kamen seitens der laotischen Regierung erneut Anschuldigungen auf, die thailändische Regierung würde bewaffneten Anti-Vientiane-Gruppen den Aufenthalt und Operationsmöglichkeiten gegen die seit 1975 bestehende Volksrepublik von thailändischem Boden aus gewähren
2000, 26. November - Am zweiten Tag des vierten, in Singapur stattfindenden informellen Gipfeltreffens des „Verbands Südostasiatischer Staaten“ (ASEAN), nehmen neben den Staats- und Regierungschefs der zehn Mitgliedsstaaten (Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam) auch die Regierungschefs der VR China, Japans und Südkoreas teil („Asean-+3- Forum“). Hauptthemen der Konferenz sind die Schaffung der Freihandelszone (AFTA) bis 2010 und die möglichst rasche Integration der vier ärmsten Mitgliedsstaaten Kambodscha, Laos, Myanmar und Vietnam. Singapur will Ausbildungszentren für Informationstechnologie in den vier Ländern einrichten und Stipendien für Studenten aus diesen Staaten bereitstellen. Zur Beschleunigung des Fortschritts in der Region sollen die Städte Singapur, Kuala Lumpur, Bangkok, Shanghai, Tokyo und Seoul zu einem „Asiatischen E-Gürtel“ vernetzt werden. Zudem soll bis 2006 die transasiatische Eisenbahn von Singapur nach Kunming, die sieben ASEAN-Staaten mit Süd-China verbindet, gebaut werden.
9.2.2001 Thaksin Shinawatra wird Ministerpräsident
16.02.2001 Zunehmende Spannungen an der Grenze zwischen Thailand und Myanmar - Schußwechsel an der Grenze zu Myanmar (Burma), der zwei Thais das Leben kostete
2001, 3. März - Eine Boeing 737 der Thai Airways brennt kurz vor dem Start auf dem Flughafen von Bangkok völlig aus, als es beim Test der Triebwerke zu einer Explosion kommt und sich die Flammen sekundenschnell ausbreiten. Ein Steward kommt ums Leben, sieben weitere Crew-Mitglieder werden schwer verletzt. Die Passagiere, darunter auch der seit Januar amtierende thailändische Ministerpräsident Thaksin Shinawatra, waren noch nicht an Bord gegangen. Die Ermittler gehen von einem Bombenanschlag der Drogenmafia auf den Regierungschef aus, der den Drogenhändlern im „Goldenen Dreieck“ (Grenzbereich Thailand-Myanmar-Laos) den Kampf angesagt hat.
2001, 2. August - Das Verfassungsgericht in Bangkok spricht den populären Regierungschef Thaksin Shinawatra von dem Vorwurf frei, Aktienbesitz im Wert von mehreren Millionen US-Dollar verschleiert zu haben. Im Falle eines Schuldspruchs hätte dem erst seit Januar amtierenden Premierminister – er gilt als der reichste Industrielle Thailands – der Ausschluß aus allen politischen Ämtern für bis zu fünf Jahre gedroht.
Januar 2004 - Die Regierungspartei unter Premierminister Dr. Thaksin Shinawatra erzielt bei den Parlamentswahlen eine Mehrheit von über zwei Dritteln der Sitze und regiert in der Folge allein.
2004,
26 Dezember - Die Westküste Thailands wird schwer von einem Seebeben in der
Andamannensee ausgelösten
Tsunami getroffen.