Energieversorger
will jeder 2. wechseln!
Protest gegen
steigende Strom- und Gaspreise: 41 Prozent der Deutschen wollen einer Emnid-Umfrage zufolge ihren Energieversorger
wechseln. Im
bundesweiten Schnitt zahlen Kunden laut Verivox für die Grundversorgung
bundesweit 829 Euro. Durch den Wechsel des Stromanbieters könne die
durchschnittliche Kleinfamilie rund 190 Euro pro Jahr einsparen, rechnet
Verivox vor. Das maximale Sparpotential liege bei fast 400 Euro. > Tabelle

Wechseln
ist einfach und ohne Risiko möglich!
Die Verbraucherzentrale
Sachsen fordert die Stromkunden auf, nach den erneuten Strompreiserhöhungen
2007 ihren Anbieter oder ihren Tarif zu wechseln. Mit den
aktuellen Preiserhöhungen zum 01. Oktober sei das Maß endgültig voll:
„Wir nehmen dieses Preisdiktat nicht länger hin“, sagt Joachim Betz,
Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen. „Wechseln Sie jetzt
den Stromanbieter und zeigen Sie damit, dass die Verbraucher den Markt
bestimmen.
In Sachsen werden die Stadtwerke Leipzig ihre Preise zum 01. Oktober um
durchschnittlich neun Prozent !!! anheben. Bereits mit den Preiserhöhungen
zum 01. Juli und 01. August hatten die großen Stromkonzerne die Geduld
der Verbraucher strapaziert. Immer mehr Kunden haben sich seither für
einen Wechsel entschieden. Verlässliche Zahlen liegen bisher lediglich
für die erste Jahreshälfte 2007 vor. In dieser Zeit hatten nach
Angaben der Bundesnetzagentur 520.000 Kunden einen neuen Anbieter gewählt
– fast so viele, wie im gesamten Jahr 2006. „Wer jetzt nicht
handelt, der wird die Preiserhöhungen zum 01. Oktober in der nächsten
Stromrechnung zu spüren bekommen“, warnt Betz. „Jede Ersparnis zählt
und bringt gleichzeitig den Wettbewerb auf dem Strommarkt voran.“
Der
Wechsel ist einfach und ohne Risiko möglich, lautet die zentrale
Botschaft der im August gestarteten Kampagne der Verbraucherzentralen
und des vzbv. „Den eigenen Jahresstromverbrauch aus der letzten
Rechnung notieren, zusammen mit der Postleitzahl vor Ort in einen Online-Stromrechner
eingeben und aus der Ergebnisliste einen Anbieter auswählen“, schlägt
Joachim Betz von der Verbraucherzentrale Sachsen vor.
Seit 1998 kann jeder Verbraucher frei wählen, von welchem Anbieter er Strom bezieht. Ob sich ein Wechsel für Sie lohnt und welcher
Strom-Anbieter für Sie in Frage kommt, zeigt Ihnen unser
Strom Tarifrechner.
Kann
man als Mieter den Stromanbieter wechseln? Natürlich! Einzige
Vorraussetzung für einen Wechsel ist, dass Sie einen eigenen Stromzähler
für Ihre Wohnung haben. Ihr Vermieter darf Ihnen hier den Versorger
nicht vorschreiben, schließlich sind Sie der Vertragspartner des
Energieunternehmens.
Technisch
ist der Anbieterwechsel ganz einfach. Das Produkt Strom bleibt dasselbe,
eine Unterbrechung der Versorgung ist ausgeschlossen. Dass man einen
neuen Anbieter hat, merkt man eigentlich nur daran, dass die Rechnung
von einem anderen Unternehmen kommt. Wichtig: Selbst wenn der
neue Strom Anbieter pleite gehen sollte, bekommen Sie weiterhin Strom,
denn der örtliche Grundversorger ist dazu gesetzlich verpflichtet.
Der
Stromwechsel Ratgeber:
Strom Anbieter richtig wechseln - Wie
wechsle ich als Privatkunde den Anbieter?
Strom Anbieterwechsel - So
funktionierts!
Der Wechsel des Stromanbieters ist sehr einfach und man braucht für die Formalitäten nur wenige Minuten.
1. Als erstes sollte man seinen individuellen Jahresverbrauch ermitteln. Am einfachsten geht das über die letzte Rechnung. Wichtig: Es kommt nicht auf den Betrag in Euro an, sondern auf den Verbrauch in Kilowattstunden (kWh).
Wer die letzte Rechnung nicht mehr findet oder wenn Sie Ihren
Stromverbrauch nicht kennen, können Sie sich an den folgenden
Durchschnittswerten orientieren: Singles: 1.500 kWh/Jahr - Paare: 2.800
kWh/Jahr - Familien: 4.000 kWh/Jahr - Großfamilien: 6.000 kWh/Jahr.
2.
Nun beginnt die Suche nach dem günstigsten Anbieter. Eine wichtige Hilfestellung bieten dabei unabhängige Verbraucherportale wie
verivox.de,
stromtarife.de oder seit kurzem auch
verbraucherzentrale.de.
Auf diesen Seiten finden sich Tarifrechner, in die man nur zwei Werte eingeben muss: seine
Postleitzahl und seinen jährlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden.
Der Strom Tarifrechner bietet dann eine Übersicht sämtlicher Anbieter, die in dieser Region verfügbar sind.
3.
Stromanbieter Auswahl - Der günstigste ist nicht unbedingt der beste.
Verbraucherschützer raten von Stromanbietern welche Vorkasse verlangen
und vor Vertragslaufzeiten von mehr als einemi Jahre ab.
Allen anderen Unternehmen darf man sicher Vertrauen entgegenbringen,
auch den Öko-Stromanbietern, welche oft noch billiger sind an die
regionalen Stromversorger.
4.
Nun muss man mit dem neuen Anbieter nur noch Kontakt aufnehmen. Häufig
ist das direkt über das Verbraucherportal möglich per
Mausklick können Sie in aller Ruhe Ihre Daten eingeben.
Für den Stromanbieterwechsel sind neben den persönlichen Daten folgende Angaben notwendig:
Gewünschter Liefertermin - Zählernummer - Zählerstand - Name des örtlichen Versorgers
- Kundennummer
Der
neue Anbieter klärt dann sämtliche Formalitäten. Eine Abmeldung
beim alten Versorger ist nicht nötig, auch das übernimmt das neue
Unternehmen automatisch.
Eine Sache sollte man beim Wechsel beachten: Die Vertragslaufzeit beim
alten Anbieter muss eingehalten werden. Wer seit acht Monaten in einem
Jahresvertrag ist, muss eben noch vier Monate warten...
Leipzig City Guide - Stromanbieter
und Stromtarife
vergleichen - Strompreis Online Rechner
Weitere
Informationen - Stromanbieterwechsel:
Um Ihren Stromversorger zu wechseln, schließen Sie einfach einen Vertrag mit einem neuen Anbieter ab.
Auf keinen Fall sollten Sie selbst kündigen, um sich vor Problemen zu schützen.
Ihr neuer Stromversorger regelt alles weitere für Sie.
Er kündigt auch ihrem alten Stromversorger und sorgt für eine nahtlose Versorgung mit Strom.
Ihren Strom bekommen Sie nach wie vor von Ihrem alten Stromversorger geliefert.
Der neue Anbieter speist dafür den verbrauchten Strom in das allgemeine Stromnetz ein und zahlt Ihrem lokalen Stromversorger eine sogenannte Durchleitungsgebühr.
Für Sie ändert sich wenig: Sie bekommen lediglich den Strom zu anderen Konditionen vom neuen Stromversorger berechnet. Der neue Anbieter stellt Ihnen auch ab dem Zeitpunkt der Umstellung die Stromrechnung. Ihren Stromzähler behalten Sie. Der lokale Stromversorger kümmert sich um die Wartung Ihres Stromzugangs. Sie bekommen also die gleiche Leistung zu einem neuen Preis.
Keine Angst vor Stromausfall - Manche Stromversorger spielen bewusst mit den Ängsten Ihrer Kunden.
Sie fragen sich vielleicht, ob Sie damit rechnen müssen, dass Ihnen eines Tages der Strom abgestellt wird.
Als Verbraucher sind Sie in Deutschland durch ein Gesetz geschützt. Die sogenannte "Versorgungspflicht" regelt Ihre Stromversorgung durch ihren lokalen Stromanbieter.
Das bedeutet, dass Sie immer durch Ihren lokalen Stromversorger mit Strom beliefert werden müssen.
Sollte ihr neuer Anbieter, aus welchem Grund auch immer, ausfallen, so werden Sie nahtlos von ihrem lokalen Stromversorger weiter beliefert. Sie haben dann ausreichend Zeit, sich einen neuen Stromversorger zu suchen.
Sie müssen keine Angst vor Ausfallzeiten und Übergangsfristen haben, da Sie, wie bereits zuvor erwähnt, den Strom sowieso über das Netz Ihres lokalen Stromversorgers bekommen. Die Rechnung kommt dann nur wieder von Ihrem alten Stromversorger.
Was passiert bei einem Umzug? - Wenn Sie in eine neue Wohnung einziehen, werden Sie automatisch durch ihren lokalen Anbieter mit Strom versorgt. Das bedeutet, dass sie mit dem Einschalten des Lichts eine vertragliche Bindung eingehen und Kunde des lokalen Versorgers werden.
Wenn Sie umziehen und zu einem neuen Anbieter wechseln wollen, kann der vor Ort ansässige Versorger den Kunden bis zu einem Jahr an sich binden. Die gesetzliche Regelung ist hier leider unklar. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die Pflichtversorgung nur noch maximal drei Monate andauert.
Die Neuanmeldung bei einem anderen Anbieter ist unproblematisch, wenn der Kunde einen Einzug mit einer Vorlauffrist von mindestens 6 Wochen bei dem gewünschten Anbieter anmeldet.
Da manche Anbieter nicht auf der Notversorgung für drei Monate bestehen, empfiehlt es sich, auch wenn Sie gerade eingezogen sind, den Versuch zum Wechsel zu starten. Dazu ist es ausreichend, einen Vertrag mit einem neuen Stromanbieter
abzuschließen.
Dieser setzt sich dann stellvertretend für Sie mit Ihrem lokalen Versorger auseinander. Ist ein Wechsel möglich, haben Sie keinen Nachteil durch den Umzug. Verweigert der lokale Versorger die Umstellung, kommt der neue Vertrag einfach nicht zustande. Auf jeden Fall sollten Sie sowohl den neuen Wunschversorger als auch den neuen Stromversorger so früh wie möglich von Ihrem Wunsch zum Wechsel in Kenntnis setzen.
Sollten Sie bereits vor Ihrem Umzug durch einen neuen Anbieter versorgt werden, ist es in der Regel möglich, den bestehenden Versorgungsvertrag zu behalten. Sie sollten dazu Ihren jetzigen Anbieter und den neuen lokalen Versorger frühzeitig über das Umzugsdatum und Ihre neue Adresse informieren.