Leipzig Stadtmagazin - Die Völkerschlacht 1813 bei Leipzig - Beschreibungen, Bilder, Fotos vom Völkerschlachtdenkmal, dem bekanntesten Wahrzeichen der sächsischen Metropole Leipzig

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Stadt Informationen zur Völkerschlacht 1813 bei Leipzig - Beschreibungen, Bilder, Fotos vom Völkerschlachtdenkmal, dem bekanntesten Wahrzeichen der sächsischen Metropole Leipzig

Leipzig - Das Völkerschlachtdenkmal, die Völkerschlacht bei Leipzig und Veranstaltungen

195. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig 1813
17.10.2008 - 19.10.2008
Torhaus Markkleeberg und Dölitz, Markkleeberg, Völkerschlachtdenkmal

Im Jahr 2008 erleben wir den 195.Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig 1813. Rund um dieses Ereignis von europäischer Bedeutung sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. Ausstellungen, Vorträge und Konzerte sollen die Ereignisse der Oktobertage des Jahres 1813 in den verschiedensten Facetten beleuchten.

Zwischen dem 17. und 19. Oktober 2008 werden ca. 2000 Teilnehmer aus der ganzen Welt ganz Europa und der Welt in originalgetreuen Uniformen des Jahres 1813 erwartet, die in Biwaks und mit militärhistorischen Vorführungen den Alltag der Soldaten von einst sowie unter Einbindung des Leipziger Stadtteiles Liebertwolkwitz mit seiner Bevölkerung mit dem Thema "Liebertwolkwitz 1813 wie es wirklich war"  lebendig werden lassen. 

Das Ende der Veranstaltungsreihe markiert die 
große Gedenkveranstaltung am Völkerschlachtdenkmal 
am 19. Oktober 2008.

Mehr Informationen erhalten Sie hier:

VJV Leipzig 1813 e. V.
Büro Leipzig
Karl-Liebknecht-Str. 123;  04275 Leipzig
Telefon/Fax. +49 (0)341 35544418
Email:  info@leipzig1813.com   
Internet: www.voelkerschlacht1813.eu  /  www.leipzig1813.com

Voelkerschlacht 1813

Das Völkerschlachtdenkmal Leipzig

Im Südosten, in Leipzigs Stadtteil Probstheida befindet sich Leipzigs wohl bekanntestes Wahrzeichen und gleichzeitig das größte Nationaldenkmal Deutschlands - das Völkerschlachtdenkmal.  Es wurde von 1897 bis 1913 im Auftrag des "Deutschen Patriotenbundes" von dem Architekten Bruno Schmitz (1858 - 1916) erbaut. 
Eingeweiht wurde es wurde anlässlich des 100. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig vom deutschen Kaiser Wilhelm II am 18. Oktober 1913. 
Es soll an die Völkerschlacht im Oktober 1813, in der Napoleons Gewaltherrschaft über Europa gebrochen wurde, gedenken.  Von der 90 Meter hohen Aussichtsplattform kann man bei guter Sicht die Stadt Leipzig und das angrenzende Umland überblicken.

Foto: Leipzig - Das Völkerschlachtdenkmal

Bild: Das größte Nationaldenkmal Deutschlands - das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig

Der 96 Meter hohe und 300 000 Tonnen schwere Koloss aus sächsischen Granitporphyr ist den mehr als 100 000 bei Leipzig Gefallenen Soldaten gewidmet. 

Foto: Völkerschlachtdenkmal-Leipzig: Figurenensembles - Krypta und Ruhmeshalle

Foto: Völkerschlachtdenkmal Leipzig die Kuppelhalle
Chorkonzerte in der riesigen Kuppelhalle sind auf Grund der guten Akustik ein besonderes Erlebnis.

Sehenswert sind die verschiedenen Figurenensembles im inneren mit ihren gewaltigen Ausmaßen.

Völkerschlachtdenkmal-Leipzig: Aussichtsplattform

Foto: Völkerschlachtdenkmal Leipzig Chorkonzerte

Das ganze Jahr über lädt die Aussichtsplattform auf 91 Metern zum Rundblick über die Stadt ein.
Öffnungszeiten:
  April - Oktober täglich 10 - 18 Uhr   November - März täglich 10 - 16 Uhr
( am 24./25. und 31. Dezember und 1. Januar geschlossen )

Foto: Blick vom Völkerschlachtdenkmal über die Stadt Leipzig

Bild: Völkerschlachtdenkmal Leipzig Führungen

Führungen Denkmal:  Öffentliche Führung im Völkerschlachtdenkmal Samstags 11 Uhr 
Führungen Museum: Öffentliche Führung im Museum "Forum 1813" Samstags 10 Uhr
Gruppenführungen sind nach vorheriger Anmeldung möglich!
Anschrift:  Prager Straße  04299 Leipzig   Tel/Fax: +49 (0)341 8 78 04 71   
Internet: www.voelkerschlachtdenkmal.de

Die ausgezeichnete Akustik der Krypta im Innenraum des Völkerschlachtdenkmals begeistern seit Jahrzehnten die Zuhörer der Konzertveranstaltungen des Leipziger Völkerschlachtdenkmalchores. 
Konzert Termine: Chor des Völkerschlachtdenkmals: www.denkmalchor-leipzig.de

Leipzig Südfriedhof mit Krematorium
Blick nach Süden - Der Südfriedhof mit Krematorium

Foto: Aussicht über Leipzig vom Völkerschlachtdenkmal
Blick nach Norden über die Stadt Leipzig

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Bild: Völkerschlachtdenkmal Leipzig Panoramafoto

Höhe: 91m
Fußdurchmesser der Kuppel: 28m
Erdaushub: 82.000 m3
Gesamtmasse: 300.000 t
Bauzeit: 1898-1913

Bautechnik:
- Natursteinquader als verlorene Schalung
- Fundamente und Pfeiler in Stampfbeton
- Eisenbeton für Denkmalkuppel

Weblinks:
>>
  www.voelkerschlacht-bei-leipzig.de 
>>  Informationen zur Architektur
>>  Panorama Bild von panoflex.de

LITERATUR HINWEISE:    LEIPZIG - GESCHICHTE / VÖLKERSCHLACHT

Leipzig  Fotografien
Gestern und heute
Leipzigs Völkerschlacht
[Ledereinband]
Die Geschichte 
der Stadt Leipzigs
Leipzig
Die Stadtchronik
Erich Loest
Völkerschlacht-
denkmal
Leipzig  Fotografien Leipzigs Völkerschlacht LEIPZIG - GESCHICHTE / VÖLKERSCHLACHT Leipzig Leipzig-Erich Loest
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http://www.leipzig-sachsen.de/index-bilder-voelkerschlacht-denkmal.html
DIE VÖLKERSCHLACHT BEI LEIPZIG - 1813

Vom 16. bis 18. Oktober 1813 kämpften bei Leipzig in Sachsen die Truppen Kaiser Napoleons und der Verbündeten in der Völkerschlacht gegeneinander. 
In der wichtigsten Schlacht der Befreiungskriege gegen die napoleonische Fremdherrschaft haben die verbündeten, zahlenmäßig überlegenen Heere der Österreicher, Preußen, Russen und Schweden, den Franzosen unter Napoleon die entscheidende Niederlagen beigebracht. Bei der Schlacht fielen von etwa 400.000 beteiligten Soldaten etwa 130.000. Im Jahre 1913, also genau 100 Jahre später, wurde das 91 m hohe Völkerschlachtdenkmal fertiggestellt. 
Es steht an der Stelle, an der die heftigsten Kämpfe tobten und die meisten Soldaten fielen. Dieses gewaltige Monument ist das bekanntester Wahrzeichen Leipzigs.


Beschreibung des Schlachtverlaufes
Die Niederlagen der französischen Truppen im August und September hatten Napoleon veranlasst, von Dresden zurückzugehen und seine Armee am 14. Oktober um Leipzig zu vereinigen, gegen welches sich nun auch die Heere der Verbündeten konzentrisch in Bewegung setzten. Das Reitergefecht bei Liebertwolkwitz 14. Oktober leitete die großen Kämpfe der nächsten Tage ein, sein glücklicher Ausgang erschien den Alliierten als gute Vorbedeutung. Dennoch war Napoleons Lage durchaus keine verzweifelte; er hatte außer den Garden 8 Korps, 170.000 Mann nebst 14.000 Reitern und 700 Geschützen, zur Verfügung, und wenn auch die Truppen tief erschöpft und teilweise entmutigt waren, so befehligte sie doch ein Napoleon, der nicht bloß durch die Einheit des Oberbefehls, sondern auch durch die Raschheit und Präzision seiner Anordnungen, durch seine moralische Einwirkung der Überlegene war. Verhängnisvoll wurden aber für ihn die Illusionen, die aus seiner Unterschätzung des Gegners hervorgingen: er glaubte weder an die Anwesenheit der ganzen böhmischen und schlesischen Armee noch an den Entschluss der Verbündeten zu einer großen Entscheidungsschlacht.

Schlachtverlauf 1. Tag
Am 15. Oktober stellte Napoleon sein Heer um Leipzig aus: den größten Teil, 100.000 Mann, auf dem sanft gehobenen Gelände südlich von Leipzig, von Connewitz und Markkleeberg an der Pleiße über Wachau und Liebertwolkwitz bis nach Holzhausen hin; Bertrand stand bei Lindenau zur Deckung der Straße nach Westen, im Norden von Leipzig Marmont und Michel Ney. Die Alliierten verfügten zunächst nur über 200.000 Mann, da die Korps von Colloredo und Bennigsen erst im Anmarsch waren und der Kronprinz von Schweden die Nordarmee noch zurückhielt. Die Hauptmasse bildete die böhmische Armee unter Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg, den Kaiser Alexander und König Friedrich Wilhelm III. begleiteten, 130.000 Mann, welche von Süden heranrückten.

Schwarzenbergs Plan war, während Gyillay mit 20.000 Mann gegen Lindenau und Blücher von Schkeuditz gegen Leipzig aufbrach, mit der Hauptmacht in der sumpfigen Niederung zwischen Elster und Pleiße gegen Konnewitz vorzudringen, den rechten Flügel des Feindes zu umgehen und auf dem kürzesten Weg Leipzig selbst zu gewinnen.

Auf Einspruch Alexanders wegen der Schwierigkeit des Terrains übertrug Schwarzenberg die Ausführung seines Plans nur den 35.000 Österreichern unter Merveldt und Hessen-Homburg; die Korps von Klenau, Wittgenstein und Kleist unter Barclay de Tollys Oberbefehl sollten den Feind in der Front angreifen und ihn gegen Leipzig werfen. Auf diese Weise wurde die böhmische Armee auf drei durch Flüsse und Sümpfe getrennte Schlachtfelder verteilt.


Karte der Truppenstellungen am 16. Oktober 1813

VÖLKERSCHLACHT LEIPZIG - Schlachtverlauf

Noch vor Tagesanbruch 16. Oktober setzte sich die Armee Barclays in Bewegung und eröffnete gegen 9 Uhr ein furchtbares Geschützfeuer, worauf die Sturmkolonnen gegen die französische Stellung vorgingen. Kleist entriss Fürst Josef Anton Poniatowski Markkleeberg; viermal wurde er daraus verdrängt, viermal erstürmte er es wieder und behauptete es mit Mühe. Auch Wachau, wo Napoleon selbst befehligte, wurde von Preußen und Russen unter dem Prinzen Eugen von Württemberg erobert, musste jedoch unter den furchtbarsten Verlusten durch die überlegene französische Artillerie wieder verlassen werden. Ebensowenig gelang es Gortschakow und Klenau, Liebertwolkwitz zunehmen; ja, sie verloren auch den Kolmberg, und die ganze Linie der Verbündeten war durch die blutigen Kämpfe so geschwächt, dass sie kaum ihre Stellungen behaupten konnte. Auch die Operationen der Österreicher auf Konnewitz hatten gar keinen Erfolg, und die Fruchtlosigkeit aller weitern Kämpfe einsehend , eilte endlich nach 12 Uhr mittags Schwarzenberg mit dem Korps Hessen-Homburg Barclay zu Hilfe.

Napoleon, durch den bisherigen Gang der Schlacht ermutigt, beschloss nun selbst zum Angriff überzugehen. Um 3 Uhr versuchten 8.000 französische Reiter, das Zentrum der Verbündeten bei Wachau zu durchbrechen. Sie drangen bis zu dem Hügel vor, auf dem die Monarchen und Schwarzenberg sich befanden; indes die Standhaftigkeit der russischen Infanterie und die Tapferkeit der zur Hilfe herbeieilenden verbündeten Reiterei vereitelten ihr Unternehmen. Ein zweiter Angriff der französischen Infanterie, des Korps Lauriston, auf Güldengossa misslang ebenfalls. Auch Napoleon konnte keine frischen Truppen mehr ins Feuer führen, und die Nacht machte dem mörderischen Kampf ein Ende. Der Angriff der Alliierten auf die feindliche Stellung war misslungen; aber eine völlige Niederlage war durch die todesmutige, wetteifernde Tapferkeit der Verbündeten, Führer wie Soldaten, mit einem Verlust von 20.000 Mann an Toten und Verwundeten abgewendet worden.

Gyulays Angriff auf Lindenau, zögernd unternommen, war inzwischen von Bertrand abgewiesen worden. Einen entscheidenden Erfolg jedoch hatte das Vorgehen der schlesischen Armee gehabt. Ohne die Nordarmee abzuwarten, war Blücher auf den Befehl, zum gemeinschaftlichen Angriff auf Leipzig mitzuwirken, aufgebrochen und bei Wiederitzsch und Möckern auf ernsteren Widerstand gestoßen. Beim ersteren Dorf stand Dombrowski mit einer schwachen Division, die jedoch Langeron den ganzen Tag festhielt, bei letzterm Marmont mit 17.000 Mann, der eben den Befehl erhalten hatte, nach Wachau zu Hilfe zu kommen, auf die Annäherung des Feindes aber beschloss, dessen Angriff zu erwarten, und Ney um seine Unterstützung bat.

York richtete den Angriff seines Korps, das etwa 20.000 Mann stark war, gegen das durch seine Lage zu einer natürlichen Festung gemachte Dorf Möckern, das nach mehreren misslungenen Angriffen mit einem Verlust von 7.000 Mann endlich erstürmt wurde. Marmonts Korps war vernichtet, Ney war auf dem Weg, ihm zu Hilfe zu eilen, wieder umgekehrt, aber auch für Wachau zu spät gekommen. Der Sieg Yorks bei Möckern hatte nicht bloß die französische Stellung im Norden von Leipzig durchbrochen, sondern Napoleon auch den gehofften Sieg bei Wachau dadurch entrissen, dass er zwei Korps hinderte, dort gegen die böhmische Armee mit frischen Kräften einzugreifen.


Schlachtverlauf 2. Tag
Der 17. Oktober, ein Sonntag, war ein Tag dumpfer Stille. Es trat eine Pause im Kampf ein, nur im Norden ruhte Blücher nicht. Er nahm Eutritzsch und Gohlis und drang bis dicht an Leipzig vor. Die Verbündeten hielten um 2 Uhr im Dorf Sestewitz Kriegsrat; man beschloss am nächsten Morgen um 7 Uhr den Angriff zu machen.

Da Napoleon keinen entscheidenden Sieg erfochten hatte und die Verbündeten nicht hindern konnte, nach Ankunft von 100.000 Mann Verstärkung den Angriff zu erneuern, während er selbst nur noch das Korps Reynier von Düben erwartete, hätte er seine Stellung bei Leipzig, die unhaltbar geworden war, räumen und anderswo die Schlacht wieder ausnehmen müssen. Aus politischen Rücksichten tat er es nicht; er baute darauf, dass Kaiser Franz sein Schwiegervater war. Durch den bei Konnewitz gefangenen General Merveldt ließ er 17. Oktober den Monarchen einen Waffenstillstand unter Bedingungen anbieten, die ihm im August den Frieden verschafft hätten. Jetzt aber gingen die Verbündeten auf dies Anerbieten gar nicht ein und würdigten es nicht einmal einer Antwort.


Schlachtverlauf 3. Tag

Karte der Truppenstellungen am 18. Oktober 1813

Leipzig: Karte der Truppenstellungen am 18. Oktober 1813

Am 18. Oktober um 2 Uhr morgens gab Napoleon die alte, in ihrer Ausdehnung nicht mehr zu behauptende Stellung auf und rückte ungefähr eine Stunde Wegs näher an Leipzig zurück. Der rechte Flügel unter Poniatowski stand an der Pleiße von Konnewitz bis Dölitz, das Zentrum bildete bei Probstheida einen ausspringenden Winkel, der linke Flügel reichte bis zur Parthe und war bis zur Mündung derselben in die Pleiße im Norden von Leipzig zurückgebogen. Die neue Stellung war 4 Stunden lang und nur von 150.000 Mann besetzt, die dem vereinigten Angriff der Verbündeten, welche sich auf 300,000 Mann mit 1400 Geschützen verstärkt hatten, kaum gewachsen waren. Die letztern waren daher auch voll frischer Kampflust.


Trotzdem war die Schlacht auch 18. Oktober heiß und blutig und nicht überall siegreich für die Verbündeten, da Napoleon von der Tabaksmühle bei Stötteritz aus seine Stellungen hartnackiger und länger, als es sür die bloße Deckung des Rückzugs notwendig gewesen wäre, verteidigte. Die Angriffskolonnen der Verbündeten setzten sich nur sehr allmählich, teilweise recht spät, in Bewegung, so dass der Stoß nicht auf einmal mit aller Macht erfolgte. Auf dem linken Flügel griffen die Österreicher unter Hessen-Homburg die Stellungen der Franzosen rechts der Pleiße in Dölitz und Lösnig an, welche aber nicht genommen werden konnten. Auch Probstheida wurde von den Franzosen unter Napoleons persönlicher Führung gegen die mit bewunderungswürdiger Tapferkeit unternommenen Sturmversuche der Kolonne Barclays behauptet.

Dagegen nahm der rechte Flügel der böhmischen Armee unter Bennigsen, welcher aber erst am Nachmittag eingriff, Zuckelhausen, Holzhausen und Paunsdorf, wo die Sachsen und 500 württembergische Reiter unter General v. Normann übergingen. Bei der Erstürmung von Paunsdorf wirkten bereits Bülow und Wintzingerode von der Nordarmee mit, welche endlich trotz Bernadottes Sträuben herangekommen war. Langeron und Sacken von der schlesischen Armee eroberten Schönefeld und Gohlis, und als die Nacht hereinbrach, waren die Franzosen im Osten und Norden von Leipzig bis auf eine Viertelstunde an die Stadt zurückgedrängt. Hätte Gyulay mit genügenden Streitkräften sich des Passes von Lindenau bemächtigt, so wäre der Ring um Napoleon geschlossen und ihm der Rückzug abgeschnitten gewesen. Indes Schwarzenberg trug Bedenken, den noch immer gefürchteten Gegner zu einem Verzweiflungskampf zu zwingen, und Gyulay erhielt Befehl, den Feind bloß zu beobachten und einem Angriff auf Pegau auszuweichen. Dies geschah, und so konnte Bertrand die Straße nach Weißenfels ungehindert einschlagen, wohin ihm von Mittag an der Tross, die Wagen mit Verwundeten und der Artilleriepark folgten. In der Nacht begann der Abmarsch des Heers selbst, der Garden, der Reiterei, der Korps Victor und Augereau, während Macdonald, Ney und Lauriston die Stadt verteidigen und den Rückzug decken sollten; alle Punkte außerhalb Leipzig wurden geräumt.


Ende der Schlacht
Da Napoleon, nur schwer auf einen Sieg verzichtend, für den Rückzug ungenügende Maßregeln getroffen hatte, so war derselbe äußerst schwierig und geriet bald ins Stocken, da nur die eine Straße nach Weißenfels mit mehreren Defileen zu Gebote stand. Indes der Vorschlag Kaiser Alexanders, mit einem Teil des Heers die Pleiße zu überschreiten und sich auf diese Straße zu werfen, und Blüchers Anerbieten, mit 20.000 Mann Reiterei die Verfolgung zu übernehmen, wurden abgelehnt und nur geringe Streitkräfte mit derselben beauftragt; für 19. Oktober ward die Disposition zu einer neuen Schlacht ausgegeben und, als sich beim Fallen des Morgennebels am 19. herausstellte, dass diese nicht mehr nötig war, die Erstürmung von Leipzig befohlen. Während die französische Armee in verwirrtem Getümmel sich nach dem Ranstädter Tor drängte und Napoleon selbst nur mit Mühe den Ranstädter Steinweg erreichte, hatten die Russen unter Langeron und Sacken die Hallesche, Bülow die Grimmaische Vorstadt erobert; hier gelang es dem Königsberger Landwehrbataillon unter Major Friccius zuerst, in die Stadt einzudringen; das Peterstor im Süden wurde von Bennigsen genommen. Die Verteidiger, welche anfangs mit gewohnter Tapferkeit kämpften, gerieten zuletzt in völlige Auflösung, und die Verwirrung des in der Stadt zusammengedrängten Menschenknäuels erreichte den höchsten Grad, als aus Versehen die Elsterbrücke vor dem Ranstädter Tor, über welche die Rückzugsstraße ging, zu früh in die Luft gesprengt wurde. Viele kamen auf der Flucht um, so Marschall Poniatowski; andere mussten sich kriegsgefangen ergeben.


Folgen der Schlacht
Gegen 1 Uhr hielten die Monarchen von Preußen und Russland ihren Einzug in Leipzig unter dem begeisterten Jubel der Bevölkerung, der eine Zeitlang das entsetzliche Elend vergessen machte, welches die ungeheure Menge von Verwundeten und Kranken in der Stadt verursachte. Die dreitägige Schlacht hatte auf beiden Seiten gewaltige Opfer gekostet: die Preußen zählten 16.000 Mann und 600 Offiziere an Toten und Verwundeten, die Russen 21.000 Mann und 860 Offiziere, die Österreicher 14.000 Mann und 400 Offiziere. Die Franzosen verloren 30.000 Mann an Toten und Verwundeten, 15.000 Gefangene, 300 Geschütze und ließen 23.000 Mann in den Lazaretten zurück.

Indes der Preis des Kampfes war auch ein großer. Napoleons Weltmacht war vernichtet, und wenn auch die laue Verfolgung nach dem Sieg die sofortige Beendigung des Kriegs vereitelte, so war doch mit einem Schlag Deutschland bis zum Rhein befreit, und das deutsche Volk hat den 18. Oktober lange Zeit als den Beginn seiner Wiedergeburt gefeiert. Zahlreiche Denksteine bezeichnen die merkwürdigsten Punkte der Schlacht, so die gusseiserne Spitzsäule (seit 1847) aus dem "Monarchenhügel", das Denkmal des Fürsten Schwarzenberg (ein Würfel aus Stein unweit Meusdorf), der Napoleonsstein unweit des Thonbergs, dazu mehrere in der Stadt selbst errichtete Denkmäler. Auch wurde schon 1814 in Leizig ein Verein zur Feier des 19. Oktober gegründet, der sich die Aufgabe stellte, das Gedächtnis der Völkerschlacht in möglichst treuer Überlieferung der Nachwelt zu erhalten und alle auf dieselbe bezüglichen Schriftstücke zu sammeln. 1863 wurde die 50jährige Jubelfeier der Schlacht besonders festlich begangen, noch kurz vor den Ereignissen von 1866 bis 1871, welche das Andenken des Leipziger Kampfes etwas zurückdrängten. 1875 wurde eine neue Korvette der deutschen Marine der Leipziger Schlacht zu Ehren "Leipzig" getauft.
 

 

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