|
Digitalkameras,
vor allem die neuesten Kameramodelle führender Marken wie Canon,
Nikon,
Sony,
Olympus,
Pentax,
Sigma,
Panasonic, Fuji, Kodak, Casio und Minolta
verwirren den interessierten Käufer durch eine Vielzahl von Features,
deren Bedeutung für eine Kaufentscheidung sich selbst dem
Spezialisten oft nicht auf Anhieb erschließt.
Digitalkamera-Test-Berichte in Fachzeitschriften gehen zwar mitunter
auf die Erklärung der Features ein, doch setzen sie mitunter zuviel
Fachwissen voraus oder sie sind erschreckend simpel gestrickt.
Akku
/ Akkus für Digitalkameras
Da
Alkali- oder gar spezielle Fotobatterien auf Dauer recht teuer werden
empfiehlt sich die Verwendung wiederaufladbarer Akkus für Ihre
Digitalkamera. Achten Sie darauf, dass im Lieferumfang der
Digitalkameraein Ladegerät für die Akkus enthalten ist. Sonst ist
die Digitalkamera Ihr Ladegerät und solange sie lädt, können Sie
nicht fotographieren. Nickel-Cadmium-Akkus sind zwischenzeitlich aus
Umweltschutzgründen nicht mehr erlaubt. Ideal für Digitalkameras
sind stattdessen N-MH-Akkus (Nickel-Metall-Hybride) im
AA-Batteerieformat. Vorteil: Sollten Sie doch mal mit leeren Akkus
dastehen, können Sie Ihre Digitalkamera immer noch mit nicht
wiederaufladbaren Batterien bestücken. Lithium-Ionen-Akkus sind
State-of-the-Art
und haben eine besonders hohe Energiedichte. Allerdings sind sie
meist auf das Format der jeweiligen Digitalkamera zugeschnitten. Hier
ist ein zweiter Satz Akkus wichtig, damit Sie nicht wegen leerer Akkus
Ihre Digitalkamera wieder wegstecken müssen.
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Auflösung
/ Pixelzahl - Wie wichtig ist die Kameraauflösung?
Bedauerlicherweise
wird auf Anwenderseite die Qualität einer Digitalkamera fast
ausschließlich an der Anzahl der Bildpunkte sprich Pixel festgemacht.
Die Anzahl der Megapixel (= Millionen Bildpunkte) ist aber bestenfalls
ein Kriterium aber nicht das Kriterium.
Eine Digitalkamera mit 12 Millionen
Pixel ist besser, als eine mit 6 Millionen. ‘Stimmt’ werden Sie jetzt vielleicht sagen, weil Sie immer gehört haben, dass viele Pixel gut sind.
Stimmt nicht (!!!), muss man leider oft sagen, wenn es sich um eine Kompaktkamera handelt.
>> Pixelwahn
bei Digitalkameras
Wichtig
ist neben der Anzahl der Bildpunkte auch die Sensorgröße
und genau wie bei konventionellen
analogen Filmkameras vor allem das Objektiv! Es gibt
nicht wenige Ultra-Megapixel-Kameras mit schlechtem Objektiv. Bei
denen ist im Test das Bildergebnis deutlich schlechter als bei gleich
teuren
Kameras mit weniger hoher Auflösung. Denn was der Kamerahersteller am
Sensor mehr ausgibt, muss er bei gleichem Verkaufspreis irgendwo
anders sparen.
Für Ausdrucke in normaler Fotogröße (und Qualität), z.B.: 13 x 18
cm genügt der Digitalkamera eine Auflösung von 4 Megapixel. Bei
hochwertigen Digitalkameras sind 8 Megapixel und mehr heute Standart.
| Welche
Kameraauflösung und Qualität benötige
ich für welches Fotoformat ? |
|
Tabelle
Pixel zu
Fotoqualität
Format
in cm
|
|
Kamera
Auflösung in Megapixel
[ MP ]
|
|
9x13
|
10x15
|
13x18
|
20x30
|
30x45
|
40x60
|
50x75
|
|
-
|
|
|
x
|
|
|
xx
|
|
|
xxx
|
|
|
xxx
|
sehr
gute Qualität
( jedoch selten nötig)
|
|
| 0,5 |
|
x
|
-
|
-
|
-
|
-
|
-
|
-
|
| 1,0 |
|
xx
|
x
|
-
|
-
|
-
|
-
|
-
|
| 1,3 |
|
xxx
|
xx
|
x
|
-
|
-
|
-
|
-
|
| 1,6 |
|
xxx
|
xxx
|
xx
|
x
|
-
|
-
|
-
|
| 2,0 |
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
x
|
x
|
-
|
-
|
| 2,2 |
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xx
|
x
|
x
|
x
|
| 3,2 |
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xx
|
xx
|
x
|
| 4,0 |
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xx
|
xx
|
| 5,0 |
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xx
|
| 8,0 |
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
| 10,1 |
3888
x 2592
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
| 12,0 |
4048
x 3040
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
| 16,7 |
4992
x 3328
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
|
xxx
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zu Übersicht
Bildstabilisator
- Wie funktioniert die Bildstabilisierung bei Digitalkameras und
Objektiven?
Digitalkameras
enthalten einen Stabilisator, um unvermeidliche Wackelbewegungen
auszugleichen. Dieser sogenannte Bildstabilisator kann als elektronischer
oder als optischer Stabilisator ausgeführt sein. Beim optischen
Stabilisator geschieht der Ausgleich durch Magnetfelder oder
schwimmende Linsen, die den Bewegungen der Digitalkamera
sensorgesteuert entgegenlaufen. Im Bereich Digitalfoto setzt sich
jedoch mehr und mehr der elektronische Bildstabilisator durch. Dabei
wird ein CCD mit großer Pixeldichte dazu
genutzt, den Bildausschnitt festzuzurren und ihn in dafür vorgesehene
Randbereiche des CCD zu verlagern. Der Ausgleich der Wackelbewegungen
der Digitalkamera geschieht dann letztlich Microprozessor gesteuert.
Im Bereich der digitalen Spiegelreflexkameras werden
Bildstabilisatoren auch in Objektive verbaut (z.B. Canon IS
Objektive).
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Bildformate
(Exif, TIFF, JPEG, EPS, PICT, GIF, BMP, DROF)
Eine
Digitalkamera speichert das Bild nicht auf Film, sondern als digitalen
Datensatz - darüber, wie die Daten abgespeichert werden, gibt das
Dateiformat Auskunft. Exif (Exchangeable image format) ist das
Standardformat für Bilddateien, die mit einer Digitalkamera erstellt
werden. Das Exif-Format kann unkomprimierte TIFF- oder
komprimierte JPEG-Dateien beinhalten und bietet eine Vielzahl
unterschiedlicher Kommentarfelder. Bei TIFF (Tag Image File
Format) bleiben alle Daten unkomprimiert erhalten, d.h., das Bild behält
seine volle Qualität. Nachteil: Viel Speicherplatz ist erforderlich.
Bei JPEG (Joint Photographic Experts Group) findet eine
Datenkompression statt, was zur Folge hat, dass ein Bild mit
verringerten Bilddaten entsteht. So soll Speicherplatz gespart werden.
Die verringerten Bilddaten sind jedoch meist für das menschliche Auge
kaum oder nicht als Qualitätsverslust sichtbar. Bei BMP
(Bitmap) entspricht jedes Bit im Speicher genau einem Pixel
(Bildpunkt) - im Bereich Digitalkamera nicht sehr gebräuchlich. EPS
(Encapsulated PostScript) basiert auf dem PostScript-Standard und wird
von den meisten Grafik- und Seitenlayoutprogrammen unterstützt. Neben
dem PostScript-Code enthält eine EPS-Datei eine niedrigauflösende PICT-Datei
für die Bildschirmdarstellung. PICT ist ein von Apple für den MAC
(Apple Computer) entwickeltes Dateiformat. DROF (Digital Print
Order Format) ist das standardisierte Format für Drucker in
Fotolabors und zunehmend auch für Drucker im Heimbereich. Mit DROF können
Bilder direkt von Speicherkarten der Digitalkamera gedruckt werden,
wobei zusätzliche Informationen, wie Größe, drehen oder Anzahl Teil
der Bilddatei sind.
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Blitzgerät
- Blitzleitzahl - Blitzsynchronisation
Das
Blitzgerät
erzeugt in Sekundenbruchteilen eine große Lichtmenge. Bei geringem
Umgebungslicht soll damit das Motiv zeitgleich mit der Belichtung
(Verschlussöffnung) der Digitalkamera beleuchtet werden. Hochwertige
Blitzgeräte arbeiten mit Gasentladungsröhren. Microprozessor
gesteuerte Biltzgeräte (Digitalblitz oder
Computerblitz) können ihre Beleuchtungsintensität mit einem auf das
Motiv gerichteten Sensor messen und die Intensität (Blitzleitzahl)
automatisch auf den optimalen Wert einstellen. .Die Blitzleitzahl
stellt einen Wert für die maximale Lichtabgabe eines Blitzgerätes
dar, und nimmt dabei Bezug auf eine Filmempfindlichkeit von ISO 100.
In die Digitalkamera integrierte Miniatur-Blitzgeräte haben eine
Blitzleizahl von 10 - 20, Kompaktblitzgeräte 20 – 40, und die bei
Berufsfotografen eingesetzten Stabblitzgeräte weisen eine Leitzahl
von 45 – 60 auf. Die Blitzsynchronisation ist ein
Feature, das die Öffnung des Verschlusses der Digitalkamera mit der
Leuchtzeit des Blitzgerätes synchronisiert. Idealerweise ist es möglich,
die Blitzdauer exakt auf die Zeit zwischen Verschlussanfang und
Verschlussende zu einzustellen. Um bei Personenaufnahmen den "Rote-Augen-Effekt"
zu vermeiden wird ein Vorblitz eingesetzt. Über diese Funktion verfügen
heute praktisch alle hochwertigen Digitalkameras.
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Bildfehler:
Blooming - Rauschen - Moiré
Obwohl
sie bei einer modernen Digitalkamera kaum noch auftreten, sollte man
die Begriffe Blooming, Rauschen und Moiré kennen. Blooming
(nicht zu verwechseln mit Rauschen) ist ein Bildfehler der das „Überlaufen“
der elektrischen Ladung einzelner Pixel zwischen den Sensoren auf
einem CCD-Element der Digitalkamera
beschreibt. Erkennbar ist Blooming an Farbsäumen auf dem Bild. Von Rauschen
spricht man, wenn eine Farbfläche, die an sich homogen sein sollte,
mit unregelmäßigen Punkten versehen ist also statt "glatt"
eher ein "rauhes" Aussehen hat. Ein Moiré-Effekt ist
ein Interferenzmuster, das entsteht, wenn sich das Muster eines Motivs
und das Pixelraster überlagern. Typische Motive bei denen dies
mitunter auftritt, sind Schwarz-Weiß-Muster von z.B. Zebras oder
Fischgratsakkos. Moiré sind z.T. abhängig vom Motiv und können
manchmal trotz bester Technik nicht vermieden werden.
Brennweite
und Bildwinkel - Wo ist der Unterschied?
Ein
Begriff, auf den man bei der Beschreibung einer Digitalkamera immer
wieder stößt. Die Brennweite bezeichnet den Abstand zwischen der
Mitte des Linsensystems und dem Film (bei analogen Kameras) bzw. CCD-Sensor
(bei der Digitalkamera).
Der Bildeindruck, den die Normalbrennweite
erzeugt, entspricht in etwa dem des menschlichen Auges. Bei analogen
Kameras beträgt sie 50 mm, bei Digitalkameras mit 1/3-Zoll-CCD
beispielsweise ca. 7 mm.
Standard-Brennweiten
spiegeln also den Sehwinkel des menschlichen Auges wieder, der bei circa 45°
liegt. Mit ihr erstellte Aufnahmen werden als perspektivisch neutral
empfunden.
Das sind bei einem Kleinbildfilm (36 × 24 mm) etwas über
43 mm, wobei als Normalbrennweite im Kleinbildbereich eigentlich immer
50 mm verwendet werden.
Brennweiten kleiner als 50 gelten als als Weitwinkel: mit ihnen lässt sich ein größerer Blickwinkel
festhalten.
Brennweiten mit mehr als 50 mm nennt man Teleobjektive, mit ihnen
kann man Objekte näher heranholen was einen geringeren Bildwinkel zu
Folge hat. Folgende Tabelle gibt die Bildwinkel unterschiedlicher
Objektive/Brennweiten für Kleinbildkameras wieder. Mit
Zoom Objektiven wird die Brennweite
verändert und somit der Bildausschnitt vergrößert oder verkleinert.
siehe >> Objektive
| Objektivart |
Brennweite
(Kleinbild)
|
Bildwinkel
(diagonal)
|
|
Fisheye
|
6,5-7,5
mm
15-16 mm
|
ca
180°
ca 110°
|
|
Weitwinkel
|
17
mm
21 mm
24 mm
28 mm
35 mm
|
104°
92°
84°
75°
64°
|
|
Standard
|
46
mm
50 mm
55 mm
|
50°
47°
43°
|
|
Tele
|
85
mm
100 mm
135 mm
200 mm
300 mm
400 mm
|
29°
24°
18°
12°
8°
6°
|
Diese
allgemeinen vertrauten Brennweiten und ihre Bildwinkel sind allerdings
nicht auf Kompakt-Digitalkameras und Spiegelreflexkameras mit
Cropfaktor übertragbar, da der Bildwinkel auch von der
Größe des Abbildungsmediums – dem CCD-Sensor (charge
coupled device) – abhängt.
Dieser ist
außer bei Spiegelreflex Kameras mit Vollformat Sensor wesentlich kleiner
als ein Kleinbildnegativ. Die verschieden Kamera Hersteller verbauen unterschiedliche CCD-Größen, wodurch die Brennweitenangaben
und Bildwinkel nicht mehr miteinander vergleichbar
sind. siehe >> Sensorgrößen
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Belichtung
I:
Verschlusszeit & Blende - Wichtig für scharfe und richtig
belichtete Fotos!
Der Vorgang
des digitalen Fotografierens lässt sich einfach so beschreiben:
Licht
einfangen und abspeichern. Um ein brauchbares Foto zu erhalten, muss
jedoch genau die richtige Menge Licht den Fotosensor in der
Digitalkamera belichten. Der Belichtungsvorgang des Fotosensors in der
Digitalkamera (wie auch beim Film in der analogen Kamera) wird durch drei Faktoren bestimmt:
-
1.
Die Verschlusszeit der Kamera (Belichtungszeit)
Die Verschlusszeit
ist die Dauer, wie lange Licht durch die Öffnung auf den Bildsensor
einfällt.
Diese kann sehr kurz sein, zum Beispiel 1/2000 Sekunde bei sich
schnell bewegenden Objekten in der Sportfotografie oder aber auch
bis zu 30 Sekunden lang bei Nachtaufnahmen mit Stativ.
Als Beispiel hier die Werte für die manuelle
Verschlusszeiteinstellung bei der DSLR Canon EOS 5d: 30,
25, 20, 15, 13, 10, 8, 6, 5, 4, 3,2, 2,5, 2, 1,6, 1,3, 1, 0,8,
0,6, 0,4 0,3, 1/4, 1/5, 1/6, 1/8, 1/10, 1/13, 1/15, 1/20, 1/25, 1/30,
1/40, 1/50, 1/60, 1/80, 1/100, 1/125, 1/160, 1/200, 1/250, 1/320,
1/400, 1/500, 1/640, 1/800, 1/1000, 1/1250, 1/1600, 1/2000,
1/2500, 1/3200, 1/4000, 1/5000, 1/6400 und 1/8000 Sekunde.
Pauschal kann man sagen das ohne Stativ
Fotos bei einer Belichtungszeit über 1/50 Sekunde ohne
Bildstabilisator erfahrungsgemäß verwackeln. Übliche
Belichtungszeiten sind 1/100 bei Regenwetter bis 1/500 bei
Sonnenschein.
-
2.
Die Blende des Objektivs
Durch variable Öffnung des Objektivs
(auch Blende F genannt) wird das Licht bei Digitalkameras auf den
Bildsensor geleitet. Bei herkömmlichen Fotoapparaten auf den zu
belichtenden Film.
Die variable Blende reguliert den gewünschten Lichteinfall,
vergleichbar mit der menschlichen Pupille, diese öffnet sich bei
wenig Licht und blendet ab bei Sonne. Der Lichteinfall wird maßgeblich
durch die Größe des Objektivs bestimmt. Die Menge des möglichen
Lichteinfalls bezeichnet man als Lichtstärke eines Objektivs.
Diese definiert
sich über das Verhältnis der größten Blendenöffnung zur
Brennweite. Zum Beispiel F/1:2,8 siehe >> Objektive
(Lichtstärke)
Je größer die Blendenzahl ist, umso weniger Licht
dringt durch das Objektiv! Zum Beispiel bei der Blendenzahl-Einstellung
2,8 lässt das Objektiv weniger Licht durch als bei 1,4.
Jede
Blendenstufe halbiert bzw verdoppelt die Fläche der Blendenöffnung.
Blendenreihe: 2, 2.8, 4, 5.6, 8, 11, 16 (Wechseln Sie von Blende 5.6 auf
8 = 50% weniger Licht)
Die Blende erfüllt allerdings zwei wichtige Funktionen: Einerseits steuert sie die Stärke der Beleuchtung des Films, Fotopapiers oder
Bildsensors, andererseits beeinflusst die Blende mit ihrer ringförmigen Abschattung die Schärfentiefe! Mit
einer großen Blende und somit kleiner Blendenöffnung wird nicht nur die Lichtmenge verringert, auch die Unschärfenkreise werden durch den spitzeren Lichtkegel kleiner. Folglich vergrößert sich der Bereich des Motivs, der als scharf wahrgenommen wird.
>> Tiefenschärfe
Große Blendenzahl (8,0) = kleine Blendenöffnung
= hohe Schärfentiefe
Kleine Blendenzahl (1,4) = große Blendenöffnung =
niedrige Schärfentiefe
|
| F |
t |
| 2.8 |
1/250
s |
| 4.0 |
1/125
s |
| 5.6 |
1/60
s |
|
|
Blendenwerte
für eine manuelle Einstellung:
1.4, 2, 2.8, 4, 5.6, 8, 11, 16, 22
|
|

|
|

|
-
3.
Die Empfindlichkeit (ISO-Wert)
Der ISO-Wert gibt die Lichtempfindlichkeit des Sensors oder
Fotomaterials an. In der analogen Fotografie ergibt sich der
ISO-Wert aus der Lichtempfindlichkeit des ausgewählten Films, in
der Digitalfotografie lässt sich mit dem ISO die
Lichtempfindlichkeit des Bildsensors einstellen.
Die Erhöhung des ISO-Werts um eine Stufe, zum Beispiel von ISO
400 auf ISO 800, hat den gleichen Effekt wie der Wechsel auf die nächst
größere Blende oder die Verdopplung der Belichtungszeit. ISO 100
ist also doppelt so lichtempfindlich wie ISO 50.
Nachteil bei der Erhöhung der ISO Zahl ist das Bildrauschen. Die
Erhöhung der Sensor Empfindlichkeit wird technisch mit der Verstärkung
des Bildsignals erreicht. Dabei werden allerdings auch Störungen
verstärkt, die im Bildsensor auftreten. Die Störungen bei der
Erhöhung der ISO Zahl machen das Foto grobkörnig und mindern die
Fotoqualität.
Wie stark das Bildrauschen ist wird maßgeblich von der Baugröße
und der Bauart des Sensors (CCD oder CMOS) bestimmt.
Kleine rauschen meist stärker als große Sensoren bei gleicher
Auflösung. Digitale Spiegelreflexkameras haben deshalb in der
Regel ein geringeres Bildrauschen als die digitalen Kompaktkameras,
da bei den kompakten kleinen Digitalkameras die hohe Pixelzahl im
Vergleich zu hochwertigen Spiegelreflexkameras auf weniger Fläche
untergebracht wird.
In der analogen Fotografie ist dies genauso. Hier benötigen ISO 400 Filme
nur halb so viel Licht wie ISO 200 Filme und diese wiederum halb so
viel wie ISO 100 Filme. Je empfindlicher das Film Material
ist, desto körniger werden die Fotos und das Rauschen
nimmt zu.
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Belichtung
II: Die Tiefenschärfe
Die
sogenannte Tiefenschärfe bezeichnet den Bereich, der vor und
hinter einem fokusierten Objekte ebenfalls noch scharf abgebildet
wird. Er dehnt sich etwa 1/3 vor und 2/3 hinter dem anvisierten Motiv
aus. Die Schärfentiefe lässt sich durch zwei Faktoren beeinflussen.
Auf der einen Seite besteht eine Wechselbeziehung zwischen der
Entfernungseinstellung zum Motiv und der verwendeten Blende. Sie ist
auch unter dem Begriff Blendeneffekt bekannt und lautet
Je weiter geschlossen die Blende (also je größer die Blendenzahl),
desto größer die Tiefenschärfe.
Weiterhin besteht eine Beziehung der Tiefenschärfe zu der verwendeten
Brennweite des Objektivs.
Je größer die Brennweite, desto geringer die Tiefenschärfe.
Das heißt, man muss bei der Verwendung einer Weitwinkelbrennweite
keinen so großen Wert auf die Fokussierung des Objekts legen, da eh
so gut wie alles im Schärfebereich liegt. Im Gegensatz dazu, muss man
bei der Verwendung einer Telebrennweite die Entfernungseinstellung
sehr genau vornehmen, da kaum Tiefenschärfe vorhanden ist; ebenso bei
Makroaufnahmen, die ebenfalls eine große Brennweite erfordern.
Anmerkung: Genau genommen hängt die Tiefenschärfe nicht von der
Brennweite, sondern von dem abgebildeten Maßstab ab: Je kleiner der
Maßstab, desto größer die Tiefenschärfe. Daher weisen
Digitalkameras im Vergleich zu Kleinbildkameras (bei gleicher Motivgröße)
allgemein hin auch immer eine größere Tiefenschärfe auf, weil der CCD-Bild-Sensor in der Regel kleiner als das 35 mm Negativ ist.
Diese Beziehungen kann man sich für die Bildgestaltung zunutze
machen. Um ein Motiv hervorzuheben (z.B. das Gesicht bei einer Porträtaufnahme),
sollte man eine geringe Tiefenschärfe wählen, wodurch der
Hintergrund (bei ausreichendem Abstand zum Motiv wohlgemerkt)
verschwommen bzw. unscharf dargestellt wird. Für die
Kameraeinstellung bedeutet dies die Wahl einer großen Blendenöffnung
(kleinen Blendenzahl) und/oder die Verwendung einer großen
Brennweite.
Auf der anderen Seite muss bei Landschaftsaufnahmen, die in den
meisten Fällen durchgängig von vorne bis hinten scharf sein sollen,
eine große Tiefenschärfe erzeugt werden: hier wird an der Kamera
eine kleine Blendenöffnung (große Blendenzahl) und/oder eine kleine
Brennweite gewählt
CCD
der Bildsensor - Wie funktionieren Digitalkamerasensoren? Was ist ein
Vollformat CCD?
Das CCD
(Charge Coupled Device) ist das Herzstück einer Digitalkamera. Was
bei einer analogen Kamera der Film ist, ist bei der Digitalkamera das
CCD. Es besteht aus vielen kleinen, meist quadratischen
lichtempfindlichen Zellen (CCD-Sensoren), die rasterartig
nebeneinander liegen.
|
Wie funktioniert ein CCD Bildsensor?
Was beim Fernsehgerät als Ausgabemedium funktioniert, dreht
man einfach herum. Dort werden farbige Bilder durch sehr
dicht nebeneinanderliegende Bildpunkte in den Farben Rot, Grün
und Blau erzeugt. Genau das macht man umgekehrt bei der
Aufnahme: Dicht nebeneinanderliegende Filter machen die
Fotozellen für Licht nur je einer der 3 Grundfarben
empfindlich.
Das
CCD nimmt das vom Objektiv empfangene Licht elektronisch
auf. >> Auflösung
|

|
|
Je
kleiner die Zellen (Sensoren) sind, desto höher ist die
Auflösung des CCD und damit auch die möglich. Kleinere
Bildsensoren haben zwar bis etwa 12 Megapixel, diese sind
aber auch in Ihrer Qualität um längen schlechter als die
APS-C oder gar Vollformat Sensoren.
APS-C Sensoren findet man in Bridgekameras (wie z.B. Sony
DSC R1) und Spiegelreflexkameras. Vollformat Sensoren
(entspricht Kleinbild analog) gibt es nur in hochwertigen
Spiegelreflexkameras, wie in den Kamera Modellen Canon
Eos 5d, 1Ds
Mark III und Nikon
D3.
| Digitalkamera
Sensorgröße -
Format Sensorbezeichnung - Sensorgröße in mm -
Sensorfläche in mm² |
 |
| 1/3,2 |
1/2,7 |
1/2,5 |
1/1,8 |
2/3 |
Four Thirds |
APS-C
Sensor
|
Vollformat
Sensor
|
| 4,5x3,4 |
5,4x4,0 |
5,8x4,3 |
7,2x5,4 |
8,8x6,6 |
17,3x13,0 |
22,2x14,8 |
36,0x24,0
mm |
| 15,3 |
21,6 |
24,9 |
38,9 |
58,1 |
224,9 |
328,6 |
864,0
mm² |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Digitalkamera
Testfotos
ausgewählter Kameras
Quelle: http://www.heise.de/ct/testbilder
| Testbilder
Digitale Spiegelreflexkameras |
Testbilder
Digitale
Bridgekameras |
Testbilder
Digitale
Kompaktkameras |
|
|
|
| |